Foto: imago | POP-EYE

Die Schweizer Metal-Szene ist ihr bestgehütetes Geheimnis

Von Celtic Frost und Coroner bis hin zu Zeal & Ardor, Eluveitie und Schammasch – Die Schweizer Metal-Szene wimmelt nur so von faszinierendem technischen Know-How.

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17 August 2018, 12:35pm

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Wenn du an Heavy Metal denkst, ist die Schweiz vielleicht nicht das erste Land, welches dir in den Sinn kommt. Gräbst du jedoch ein bisschen tiefer, entdeckst du bald den prägenden Einfluss, den unsere Heimat auf die Metal-Geschichte hatte. Und auch heute bewegen sich die helvetischen Acts immer noch zielstrebig auf das Level von internationalen Metal-Giganten zu. Mit dem aktuellen Boom an aufregenden neuen Bands und der Reformation vieler 90er- und 2000er-Titanen steht dem Schweizer Metal vermutlich sogar eine goldene Ära bevor. Zeit, einen Blick in unsere Metal-Szene zu werfen.

Laut der Metal-Enzyklopädie Metallum, gibt es hierzulande 523 aktive Metalbands. Die Schweiz hat somit weltweit eine bemerkenswert hohe Position erreicht (auch wenn sie mit Skandinavien natürlich nicht mithalten kann). Was kann denn in einem Land, welches aufgrund der regionalen Sprachunterschiede nicht mal über eine nationale Zeitung verfügt, schon über Metal gesagt werden? Klar, es gibt etliche Bands in jedem möglichen Subgenre. Doch existiert auch eine Verknüpfung, welche die vielen, diversen Teile zu einem Ganzen zusammenfügt? Diese Frage lässt sich vermutlich in Anbetracht der typischen Schweizer Charakteristiken beantworten.

Es ist eine allgemein bekannte Tatsache, dass die Kunst eines Landes von deren Landschaft, Kultur und Politik geprägt ist. Auch auf Metal trifft dies zu 100 Prozent zu. In den 70ern wurde die Szene noch von einigen erfolgreichen Rock- und Prog-Rock-Bands wie Gotthard, Krokus, Toad, Krokodil und The Young Gods geprägt. Doch die wirkliche Schweizer Metal-Bewegung begann erst in den 80er Jahren mit der legendären Band Celtic Frost.

Der internationale Einfluss von Thomas Gabriel Fischer, dem Gründer von Celtic Frost, sowie deren Vorgänger Hellhammer und seinem neuesten Projekt Triptykon kann nicht verleugnet werden. Die einst eher thrashigen Black-Metal-Alben von Celtic Frost wurden immer weiter von einem Stilwechsel Richtung Doom und Avantgarde abgelöst. Ihr nun gotischer, hypnotisierender Sound wurde mit Sicherheit vom Leben im Schatten unser majestätischen Alpen inspiriert.

Bis heute ist der Einfluss der Alpen auf den hiesigen Metal deutlich spürbar. Ein weiteres Beispiel hierfür ist die Folk-Metal-Band Eluveitie. Die Band gilt als eine der bedeutendsten musikalischen Exporte unseres Landes und ist per Definition schweizerisch: "Eluveitie" ist ein Wort aus dem antiken Etruskisch und bedeutet "Schweiz". Die Band spielt auf traditionellen Folklore-Instrumenten, wie zum Beispiel der Drehorgel und dem Dudelsack. Ausserdem heisst einer ihrer bekanntesten Songs "The Call Of The Mountains". Neben Eluveitie vertont auch die Post-Hardcore-Band Oregon Trail aus Neuchâtel die eher bescheidene jurassische Berglandschaft als Teil des kargen Landschaftsbildes der Schweiz. Der Einfluss der Schweizer Geographie ist also auch hier deutlich erkennbar.

Auch die uns viel nachgesagte Präzision findet sich nicht bloss an den Handgelenken der Uhrenträgerinnen und -träger – sie hat sich gesellschaftlich tief eingenistet und zeigt sich auch in der Musik. Ein leicht technisches, langatmiges Flair bleibt in allen Metal-Subgenres spürbar. Coroner gilt hierbei als prägender Wegbereiter.

Alle Bands, mit denen für diesen Artikel gesprochen wurde, führten die progressiven Zürcher Thrash-Legenden Coroner als ihren bedeutendsten Einfluss an – obwohl Coroner während ihrer Blütezeit Ende der 90er international auf relativ geringes Interesse gestossen war. Frontmann Tommy Vetterlis chromatisches Gitarrenspiel (Halbton, Halbton, Halbton, Ratatatatat) zeigt sich auch in den Produktionen moderner Schweizer Bands wie Knut, Nostromo und Erkonauts. Vor Kurzem formten sich Coroner nach einem langjährigen Unterbruch neu und veröffentlichten 2016 ihr Album / Blu-Ray-Package Autopsy. Zudem legten sie am französischen Hellfest letztes Jahr eine spektakuläre Performance hin. Steve Huber, Gitarrist der Progressive-Metal-Band Time Grid und Gitarrenlehrer an der Genfer Schule für kontemporäre Musik, äusserte sich ebenfalls zu Coroner: "Die Alben Mental Vortex und Grin haben mich stark beeinflusst. Die Band half mir, die Clichés der zeitgenössischen Musik zu umgehen und mit mehr Farben, Techniken und verschiedenen Modi zu spielen."

Wie wir wissen, hält sich unsere Nation seit Jahrhunderten mehr oder weniger erfolgreich aus allem raus, was seinem Ruf als neutrales Land schaden könnte, und das Bünzlitum verleiht Helvetia eine komfortable Hülle, die sie vom Rest Europas abschirmt. Dies und die gesellschaftlich schon beinahe erzwungene Bescheidenheit des typischen Schweizers und der typischen Schweizerin wird unserer Musikindustrie aber zum Verhängnis. Für Bands, die den Durchbruch tatsächlich schaffen, wird kaum geworben. Das Gratismagazin der französischsprachigen Schweiz, Daily Rock, bietet zwar ein Band-Verzeichnis und eine Plattform für Reviews. Dennoch existiert hierzulande kein einziges nationales Metal-Magazin. Trotz der hochwertigen musikalischen Ausbildung an Schweizer Schulen wird gemäss vielen Musikern das professionelle musikalische Können nur gering geschätzt.

Was nicht vergessen werden darf, sind die riesigen regionalen Unterschiede. Der Charakter der Metalbands variiert von Dorf zu Dorf, von Stadt zu Stadt, von Kanton zu Kanton und von Sprachregion zu Sprachregion. Frederyk Rotter ist Gitarrist und Sänger der Band Zatokrev und Gründer des Basler Labels Czar of Crickets. Auch er bemerkt eine musikalische Kluft, die sich im Röstigraben am stärksten manifestiert. "Ich habe den Eindruck, dass viele Metalbands aus der Romandie ihre Wurzeln bei alternativen Hardcore- und Punk-Genres haben, wohingegen sich die Deutschweiz eher am ‘wahren’ oder ‘klassischen’ Metal anlehnt. Wenn man in der Deutschschweiz einer Band zuschreibt, sie klinge, als sei sie aus der Romandie, wissen alle genau was dies bedeutet", meint er.

Rotter kann in der Produktion von Schweizer Metal dennoch ein Verbindungselement ausfindig machen, welches den vielfältigen Sound unseres Landes vereint: eine gewisse Kälte. Er erklärt: "Egal ob die Band älter ist, wie zum Beispiel Young Gods, Celtic Frost, Fear of God und Bloodstar oder wie Knut, Kruger, Nostromo, Unfold, Darkspace und Bölzer erst später aufgekommen ist – sie haben meiner Meinung nach alle etwas Trostloses, Kaltes und Eisiges, was an das Schweizer Klima und das raue Landschaftsbild erinnert."

In den letzten drei Jahren hat vor allem die damals noch unbelebte Basler Metal-Wüste eine Metal-Explosion miterlebt. Die Doom-, Death-, und Sludge-Metal-Band Zatokrev wurde 2015 als erste Metal Band für den hochgeachteten Basler Pop-Preis nominiert und erweckte so die Szene zum Leben. Schammasch folgte ein Jahr später und wurde im selben Jahr noch Headliner fürs erste Czar Fest, welches von Czar of Crickets veranstaltet wurde. Das Czar Fest war die allererste Show für Zeal & Ardor kurz vor ihrem kometenhaften Aufstieg. Am diesjährigen Czar Fest war die Extreme-Gothic-Metal-Band Triptykon Headliner. Hierzu meint Rotter: "Letztes Jahr fragte mich eine deutsche Zeitschrift, wie Basel denn eigentlich zu einer Metal-Stadt geworden ist. Da realisierte ich, was gerade geschah: Wir haben mehr Bands, Managements, Labels und Booking-Agenturen, die von jungen, motivierten Leuten angetrieben werden, als jemals zuvor."

Ich selbst lebe in Genf, wo mir stets gesagt wird, die Metal-Szene sei ausgestorben und bereits Ende der 90er Jahre ausgebrannt. Hältst du jedoch die Augen offen, so findest du mit Bestimmtheit an jedem gegebenen Abend eine Band, die irgendwo auftritt. Sei es auch nur vor einem winzigen Publikum. Jedes Subgenre hat seine treuen Anhänger: sowohl Impure Wilhelminas verzwickter Post-Hardcore als auch Bands wie Cardiac, Voice of Ruin, Kess’khtak, Stortregn, Rorcal und Nansis. Des Öfteren präsentieren lokale Venues insgeheim einige der bedeutendsten Namen der Metal-Geschichte. Beispielsweise spazierte ich 2017 immer wieder mal in meine Stammkneipe L’Usine, bloss um mich im Pit bei Paradise Lost, Napalm Death, Cattle Decapitation und Power Trip wiederzufinden.

Debbie Smee aus Genf reist als loyaler Schweizer Metalhead durchs ganze Land, um die bekannten Locations in Zürich, Pratteln und Lausanne zu besuchen. Sie ist mit der Aussage, Genf habe keine Metal-Szene, überhaupt nicht einverstanden. "Klar gibt es eine Szene. Du musst bloss nach ihr suchen", sagt Debbie.

Eine Schweizer Metal-Szene zu definieren ist etwa so schwierig, wie das Schweizer-Sein zu definieren. Eine Szene ist weder eine Gemeinschaft, noch ist sie ein physischer Raum. Sie ist etwas Kurzlebiges, etwas Imaginäres, Flüssiges, der Nexus einer Vielfältigkeit. Diese Szene weitet sich gerade immer weiter aus und erhält endlich das internationale Ansehen, welches sie verdient.

Dies sind die Bands, welche die Kreativität des zeitgenössischen Schweizer Metal repräsentieren:

Zeal & Ardor

Der Basler Manuel Gagneux eroberte mit seinem einzigartigen Black-Metal-Projekt 2017 die Welt. Sein experimentelles Debüt Devil Is Fine, in dem Black Metal mit Blues und amerikanischen Sklaven-Gesängen verschmilzt, erhielt weltweit hohe Anerkennung. Eine Reihe hastig arrangierter Live-Auftritte stellte ausserdem seine Fähigkeiten, Live zu spielen, unter Beweis – zu seinen Gunsten. Obwohl er etwas ausserhalb von Basel aufwuchs, seine Bandmitglieder von seinem Heimatdorf aus anwarb und bis vor Kurzem seinen obligatorischen Schweizer Zivildienst leistete, bezeichnet er seine Musik nicht als schweizerisch. Mit seinem Zweitling Stranger Fruit schliff Manuel seinen Sound weiter und konnte Kritiker und Fans überzeugen, dass Zeal & Ardor kein One-Hit-Wunder ist. Der Erfolg führt die Band gerade mit Auftritten um den Globus – und sie sind Gast an jedem relevanten Metal-Festival.

Requiem

Requiem steht für Oldschool Death Metal. Seit 2001 hat die Band acht Alben veröffentlicht, die nebenbei auch in vielen deutschen Medien positive Reviews erhielten. Ihr neuestes Album Global Resistance Rising wurde im März 2018 veröffentlicht. Nachvollziehbare, aber keineswegs simple Strukturen machen die Band seit 20 Jahren zu einer Underground-Erfolgsgeschichte. Ihr Groove wird von mächtigem Speed und messerscharfen Riffs getragen. Die Schweizer Metal-Webseite Metalfactory.ch beschreibt Requiem als "DAS eidgenössische Aushängeschild in Sachen harten Metal". Ab Herbst 2018 ist Requiem auf einer Vielzahl Schweizer Bühnen zu sehen, unter anderem am Meh Suff! Metal-Festival in Hüttikon vom 7. - 8. September.

Nostromo

Diese Genfer Hard-/Grindcore-Band erreichte in den späten 90ern und frühen 2000ern Kultstatus, den sie unter anderem ihren Alben Eyesore (1998), Ecce Lex (2002) und dem Akustik-Album Hysteron-Proteron (2004) zu verdanken hat. Eine unglaubliche Brutalität gemischt mit unheimlicher, emotionaler Tiefe und dem einzigartigen "Meshuggah’n’roll"-Markenzeichen des Hardcore erwecken das Gefühl der Verzweiflung in einem Leben in einer identitätslosen Stadt. Ihr Kultstatus verschwand irgendwie nie ganz – trotz eines beinahe 12-jährigen Unterbruchs. Die Band kehrte 2017 plötzlich triumphierend auf die Bühne zurück. Nostromo ist zur Zeit im Studio, wo neues Material für eines der meist-ersehnten Schweizer Extrem-Metal-Alben produziert wird.

The Erkonauts

Noch eine Genfer Band, deren Einflüsse den Schweizer Metal-Giganten Coroner und Samael zugeschrieben wird. Ihr progressiver Punk- und Industrial-Sound bleibt dennoch einzigartig und unglaublich unterhaltsam. Interessanterweise erhielten The Erkonauts international weit mehr Aufmerksamkeit als lokal, was die schlechte Vermarktung von Metal in der Schweiz bestätigt und gleichzeitig ihr internationales Potenzial demonstriert. Ihr neues Album I Shall Forgive erhielt eine ganze Reihe positiver Rückmeldungen und Reviews und stellt somit ein Paradebeispiel der Schweizer Innovation dar.

Schammasch

Mit Celtic Frost als Vorreiter ist es wenig überraschend, dass sich unzählige Schweizer Black-Metal-Bands nun auch auf dem Vormarsch befinden. Hierzu zählen beispielsweise Darkspace, Bölzer, Blutmond und 3 Day of Silence. Es ist jedoch vor allem die Basler Band Schammasch, die internationale Wellen schlägt. Im Frühling war Schammasch mit der polnischen Black-Metal-Band Batushka noch auf Europa-Tour. Ihr atmosphärischer, stimmungsvoller Black Metal und ihre im zerklüfteten Island geschossenen Videos erinnern mehr an Mythologie als an die Schweizer Berge. Ihr Name stammt von Šamaš, dem mesopotamischen Gott der Gerechtigkeit und auch ihr neuestes Album basiert auf dem surrealistischen Roman Les Chants de Maldoror aus dem 19. Jahrhundert und lässt ihr Interesse an Mythologie deutlich durchsickern.

Darkspace

Darkspace wird mit sphärischem Black Metal in Verbindung gebracht, der von der kosmischen Mystik und der furchteinflössenden Majestät des Universums getragen wird. Das Berner Trio, bestehend aus zwei Gitarristen und einem Bassisten (Wroth, Zorgh und Zhaaral), vermeidet bewusst Interviews und Songtitel. Trotz ihrer Anonymität haben sie einen beträchtlichen Einfluss auf die sphärische Black-Metal-Szene. Ursprünglich von Samael inspiriert, führte Darkspace ihre kosmischen Elemente in ein viel kargeres Gebiet über. Obschon sie nur selten live auftreten, spielten sie am diesjährigen Deathfest in den Niederlanden und in Maryland.

Bölzer

Das Wort "Bölzer" heisst grob übersetzt etwas wie "chaotischer Energieausstoss" oder "Schlag" und ist zudem eine passende Beschreibung dieser zweiköpfigen Band, die 2008 in Zürich entstanden ist und sich nicht schubladisieren lässt. Die Band kombiniert Elemente aus Black-, Death- und Doom Metal mit komplexen Riffs und einer Prise Psychedelia und kreiert so ein riesiges Spektrum an verschiedenen Klängen. Ihre Texte bestehen aus sorgfältig durchdachten Referenzen über antike Kulturen, Brauchtümer und Nietzsche. Bis jetzt hat Bölzer drei EPs und ein längeres Album, Hero (2016), veröffentlicht und hat den Ruf, mitreissende Live-Shows zu schmeissen. Nach ihrer vergangenen Tour in Australien haben sie dieses Jahr eine Vielzahl Konzerte in Europa vor sich.

Impure Wilhelmina

Letztes Jahr feierte der Genfer Michael Schindl das 20-jährige Jubiläum seines Musikprojektes Impure Wilhelmina. Ursprünglich als Post-Hardcore betitelt, stieg die Band an der Seite vieler ähnlicher Künstler während der Blütezeit der alternativen Musik Ende der 90er Jahre in Genf auf. Die Band durchlebte etliche Veränderungen und Verformungen, die schliesslich in einem viel melodischeren Stil resultierten. Schindls verzweifelte Melancholie bleibt über die Jahre jedoch beständig und drückt auf die Tränendrüsen seiner Zuhörer. Aufgrund der typisch schweizerischen Untertreibung konnte Impure Wilhelmina nie die internationale Anerkennung geniessen, die sie verdient hätte. Dennoch erhielten die Band für ihr letztjähriges Album Radiation universell positive Reviews.

Colossus Fall

Dieses Pack liefert einen weiteren einzigartigen Sound: progressiven Sludgecore. Ihre komplexen Rhythmen, Riffs und psychedelischen Passagen untermalen die Brutalität ihrer stürmischen Live-Shows. Colossus Fall zeugt von viel Erfahrung und hätte für ihr Album Hidden Into Details(2015) definitiv mehr internationales Ansehen verdient. Ihr nächstes Album ist bereits fertig und sollte noch dieses Jahr veröffentlicht werden.

Voice of Ruin

Der Groove der Thrash-Metal-Band vom Ufer des Genfersees erinnert ein wenig an die amerikanischen Bands Lamb Of God und The Black Dahlia Murder. In der Schweiz werden sie für ihre leidenschaftlichen Live-Shows bewundert und ihr zweites Album Purge and Purify wurde 2017 veröffentlicht. In Zusammenarbeit mit den Produzenten von Bands wie Opeth, Bullet For My Valentine und Amon Amarth konnten die nationalen Grenzen überschritten und der internationale Erfolg gezielt angesteuert werden. Im August 2018 sind sie noch am Schweizer Festival Rock Altitude zu sehen.

Coilguns

Coilguns stammt aus der bekannten Uhrmacher-Stadt La Chaux De Fonds und wendet die besagte Schweizer Präzision in ihrer Musik deutlich hörbar an. Die Komplexität dieses Hardcores verdrängt Gewalt und Chaos und birgt stattdessen Elemente wie Sludge, Grindcore und gar Black Metal. Alle Bandmitglieder sind ehemalige Mitglieder des deutschen Prog-Metal-Kollektivs The Ocean. 2018 dreht sich jedoch alles um Coilguns. Ihr neues Album Millennials wurde im März dieses Jahres veröffentlicht, das sie auch im Herbst noch auf Europa-Tour bringt.

VIVRUM

Die Death-Metal-Band aus Zürich wurde 2007 gegründet und stiess vor allem in den USA auf grosses Interesse. Ihre Einflüsse schreibt sie vor allem anderen amerikanischen Rock- und Metal-Bands zu: unter anderem Animals As Leaders und Chimaira. 2016 wurde ihre erste EP Illuminance veröffentlicht, die in Reviews gerne als "Brutal Beauty" beschrieben wird, was auf ihre komplexen, aggressiven und gleichzeitig unglaublich kreativen und eleganten Kompositionen zurückzuführen ist. Die Band war im Frühling dieses Jahres mit der australischen Progressiv-Metal-Band Ne Obliviscaris und der amerikanischen Extreme-Metal-Band Allegaeon auf Europa-Tour.


Metal bietet mehr als nur einen schmerzenden Nacken:


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Dieser Artikel stammt ursprünglich aus unserer Redaktion in den USA.