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Welcher Deutschrapper ist der König des Mutter-Beleidigens?

Der Musikexpress hat akribisch Raptexte analysiert und jetzt wissen wir, welcher Deutschrapper wie viele Mütter beleidigt hat. Siehe da: Neben Alligatoah sieht SSIO aus wie ein Klosterschüler im Zölibat.

Es gab eine Zeit, da waren Mütterwitze das Lustigste der Welt. Bis irgendwann Chuck Norris den Schulhof betrat und man schließlich mit wehenden Yolo-Fahnen die Schule verlassen durfte. Nur im Rap, da werden Mütter bis heute hart rangenommen—verbal. Im Zuge einer umfassenden Wortanalyse von 32 bekannten Deutschrappern hat sich der Musikexpress drei Monate lang durch sämtliche Texte (insgesamt 700.000 Wörter) gewühlt und Erstaunliches herausgefunden: Farid Bang ist der unangefochtene Mutterficker. Herzlichen Glückwunsch (?) 

Zugegebenen, wir hätten nichts anderes von dem Düsseldorfer erwartet, der „Jetzt werden wieder Mütter gefickt" zum festen Slogan einer jeden Promophase macht. Viel überraschender ist eher, dass Zugezogen Maskulin (15) deutlich mehr Mütter degradiert haben als die Antilopen Gang (1) und mit der 187 Strassenbande gleichziehen. Und neben Alligatoah (40) sieht SSIO (6) aus wie ein Klosterschüler im Zölibat. Im Vergleich zu seinem einstigen CCN-Partner Bushido (238) wirkt Fler (116) relativ friedfertig, aber wie das so ist mit der Relativität: Verglichen mit seinem einstigen Aggro Berlin-Kollegen Sido (13) bleibt vom lyrischen Anstand Flers nicht mehr viel übrig.  

Warum die Kollegen vom Musikexpress sich überhaupt diese Arbeit gemacht haben? Am Donnerstag kommt das neue Heft raus und beinhaltet ein Deutschrap-Quartett. Um die korrekten Werte der einzelnen Rapper angeben zu können, musste Rap-Genius seziert werden. Features und doppelte Refrains wurden dabei jedes Mal nicht gezählt. Falls du dich fragst, warum zum Teufel Kool Savas, Prinz Pi, Prezident oder Azad nicht dabei sind: Für das Quartett mussten immer gleich viele Rapper einer Kategorie zugeordnet werden und so konnte man nicht jeden Rapper mit einbeziehen:



Der neue Musikexpress erscheint am 13. Oktober. Du kannst dir das Heft hier vorbestellen​.