„Mörder“ von Bonez und Raf Camora liefert 187 Gründe, lieber die Hände hochzunehmen

Bonez flowt, Raf Camora messert und Gzuz treibt uns Schweiß und Tränen ins Gesicht—es fällt schwer, sich zu entscheiden, welchen Teil des Tracks man am liebsten mag.

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Aug. 19 2016, 9:34am

Es ist Freitag, was schon mal „Yay!“ ist. Aber es wird noch besser: Bonez MC und Raf Camora haben uns ein weiteres Lied aus ihrem anstehenden Palmen aus Plastik Kollaboalbum geschenkt. Doppel-Yay! Nein, eigentlich Triple-Yay, weil Gzuz noch mit dabei ist. Das ergibt insgesamt so viele Yays, dass mir sogar mein guter Freund, Noisey-Kollege und eigentlich Langschläfer Georg Bakunin heute morgen aufgeregt schrieb: „Es ist offiziell. Das RAF-Bonez-Album wird überkrass“ (s/o an Georg Bakunin). Wir möchten uns nicht zu weit aus den Fenster lehnen, aber alle Anzeichen sprechen bisher für die Richtigkeit dieser Aussage.

Neben dem prägnanten Dancehall-Sound, der die Platte beherrschen wird, erfreut uns „Mörder“ mit der klassischen 187 „sympathische Kriminelle-Attitüde“, einem Bonez, der so smooth flowt wie eine Kokosnussschale im badewarmen Wasser des karibischen Meeres, einem messerscharfen Raf und natürlich einem Gastpart von Gzuz, der uns sowohl Schweiß, als auch Tränen ins Gesicht treibt—das eine vom unkontrollierten Tanzen, das andere vor Lachen über Zeilen wie „Na klar gibt es Sex / weil ich parshippe jetzt“.

Es fällt wirklich schwer, sich zu entscheiden, welchen Teil des Tracks man am liebsten mag, bei dem selbst die Bridge alles wegballert, was Deutschrap sonst so in den letzten Monaten hervorgebracht hat. Wer also bereits meterologische Prognosen angestrengt hat, der Sommer würde in diesem Jahr doch nochmal wiederkommen, der hat Recht—zumindest in musikalischer Hinsicht. Und wir können euch sogar sagen, wann genau: am 9. September.