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Musikalische Fun Facts, die wir schon wieder total vergessen hatten

Jeder weiß, dass „Umbrella“ ursprünglich für Mary J Blige geschrieben wurde. Aber hier gibt es einige seltsame Fakten über Musik, die du so wahrscheinlich noch nicht wusstest.

Der menschliche Denkapparat ist ein mächtiges Werkzeug. Durch ihn wurden schon Menschen ins Weltall geschickt, die Wassermoleküle in Rindfleisch so berechnet, dass man in nur fünf Minuten per Mikrowelle einen Sonntagsbraten zubereiten kann, und 102 unterschiedliche Doritos-Geschmacksrichtungen kreiert.

Während allerdings nur einige wenige, besonders begabte Individuen Dinge entwickeln können, die die Welt verändern, kann sich fast jeder in scheinbar beliebigen Intervallen an ebenso beliebige Fakten erinnern—egal, ob man das nun möchte oder nicht. Zum Beispiel: Du bist gerade beim Mittagessen und erinnerst dich plötzlich daran, wie 2012 eine 20-Jährige ihre Jungfräulichkeit für umgerechnet 600.000 Euro versteigerte, deine Grundschullehrerin einen Topfhaarschnitt trug und du deine Cousine schon seit etwa drei Jahren nicht mehr gesehen hast.

Genau das ist mir auch eines Morgens nach dem Aufwachen passiert. Ich erinnerte mich plötzlich daran, dass Livin’ Joys Song „Dreamer“ existiert und begann dann, mich an andere Gegebenheiten aus der Musikwelt zu erinnern. Ich fing an, einige davon bei Twitter zu posten und dachte mir dann aber, „Moment mal, niemand bezahlt mich für meine Twitteraktivitäten und ich habe hier mehr als genug Material zusammen. Ich schreibe einen Artikel!“

So, deswegen gibt es hier jetzt einige willkürlich ausgewählte Fakten aus der Welt der Musik, die sich in den hintersten Windungen meines Hirns vergraben hatten. Es handelt sich aber um keine der üblichen Listen mit vermeintlichen Enthüllungen, die schon allen zum Erbrechen bekannt sind: Jeder weiß, dass „Umbrella“ ursprünglich für Mary J Blige bestimmt war, dass Pharrell schon ziemlich alt ist und dass man Beatles Alben rückwärts spielen kann, um geheime Botschaften zu hören. Stattdessen gibt es hier einige Fun-Facts, die wir alle schon wieder vergessen oder verdrängt haben.

T-Pain kann tatsächlich singen

Das ist der Beweis dafür, dass T-Pain ein echter Künstler ist. Er benutzt Auto-Tune nur aus ästhetischen Gründen und sowieso macht er, was er will.


Akons echter Name lautet Aliaune Damala Bouga Time Bongo Puru Nacka Lu Lu Lu Badara Akon Thiam

Wenn alles davon stimmt, dann ist Akon ohne Zweifel der unglaublichste Typ im ganzen Musikbusiness. Ihm gehörte eine Diamantenmine in Südafrika, er hat eine eigene Tankstelle in seinem Haus und er hatte die Idee für eine Reality-Serie, in der seine beiden fast identisch aussehenden Brüder durch Atlanta ziehen und sich für ihn ausgeben, um die Leute zu verarschen.

Weitere namenbezogene Fun-Facts: DJ Khaleds richtiger Name lautet Khaled Khaled und DJ Mustard heißt DJ Mustard, weil sein echter Name Dijon ist.


Mac DeMarco „Chamber of Reflection“

Wir haben es kapiert—Mac DeMarco ist quasi Eros Ramazzotti mit tiefer hängenden Hosen und Vans. Er hat sein bestes Zahnlückengrinsen aufgesetzt, sich einen Drumstick in den Hintern geschoben und ein paar Alben veröffentlicht. Jetzt träumt jedes Mädchen, das jemals bei Urban Outfitters einkaufen war, von den Songs, die er über ihre noch ungeborenen Kinder schreiben wird. „Chamber of Reflection“ ist das beste Lied von seinem neuesten Album, Salad Days, aber es ist gleichzeitig ein Rip-Off/eine Hommage an diesen wunderschönen japanischen Popsong aus den 1970ern. Hey Mac, falls du das hier liest, dann lass uns doch mal über unsere Plattensammlungen austauschen, am Brunnen sitzen und auf Blumen gebettet einschlafen, während wir den süßen Klängen von Synth-Pop lauschen.


Kanye West hat einen Song veröffentlicht, in dem es darum geht, dass er Lil’ Kim vögeln will

Kanye—ein Typ, der mal gesagt hat, der größte Schmerz in seinem Leben wäre der, dass er nie zu einem seiner eigenen Konzerte gehen könne—liebt auf der Welt genau zwei Menschen: Kim Kardashian und sich selber. Wenn du aber glaubst, dass Kim Kardashian die erste Liebe in seinem Leben mit dem Namen Kim ist, dann liegst du falsch. Damals, als Yeezy noch Beats raushaute (das machte er für Leute wie Talib Kweli sogar umsonst), hat er eine Menge Material veröffentlicht. Das Meiste davon ist auf der Freshman Adjustment-Serie zu finden—inklusive eines Tracks der den Namen trägt „Dreams of Fuckin’ Lil Kim“.


Drake hat für Take Care Ghostwriter beschäftigt

Viele Menschen haben Ghostwriter beschäftigt: Bugs Bunny hat Jay Z für seinen Space Jam Verse engagiert, Elvis schrieb so gut wie keinen seiner Hits selbst und Courtney Love hat sogar Leute geheiratet, damit sie ihr bei ihren Alben unter die Arme greifen. Hattest du allerdings auf dem Schirm, das Drake für Take Care eine Handvoll Ghostwriter beschäftigte? Ich wollte das besonders hervorheben, weil Drake, wahrscheinlich zu Unrecht eine Menge Prügel für Reime bezieht, die es ziemlich sicher nicht in meine Sammlung von Liebesgedichten aus der Mittelstufe geschafft hätten (mehr zu diesem Thema kannst du in einer SMS-Flut an 16-Jährige nachlesen, von denen ich überzeugt war, dass ich sie einmal heiraten würde). Das wird wohl noch weiterhin Stoff für hitzige Diskussionen bleiben, aber ein „long time lurker / first time commenter“ (stammt nicht von Drake) im KanyeToThe-Forum hat einen Namen in den Liner Notes von Take Care gefunden, der dort als Co-Writer für 12 verschiedene Tracks aufgeführt wird, aber sonst keine weitere Erwähnung findet—Sampling, Produktion, Mixing—was die Tatsache nahelegt, dass dieser gewisse „A. Palman“ Drake dabei geholfen hat, den Großteil der Lyrics für das Album zu schreiben.


Vor 8 Mile hat Eminem einen Film über eine HipHop-Hexe gemacht

Da HipHop Witch—mit Ja Rule, Mobb Deep, Vanilla Ice und noch ein paar anderen Protagonisten neben Eminem—ist so etwas wie Blair Witch Project mit Rappern und noch weniger schauspielerischem Talent.


DJ Jazzy Jeff hat einen Song für Die Simpsons geschrieben

Die Simpsons haben sich ihr Grab jetzt vollends ausgehoben, als sie im Mai eine Folge in Zusammenarbeit mit Lego rausbrachten. Genau, wie bei allen anderen Dingen im Leben, können wir aber auch hier in Erinnerungen schwelgen; Erinnerungen an damals, als die Sendung noch besser war, sich alles irgendwie aufregend anfühlte und niemand den Schreiberlingen für ihre schlechte Arbeit vorwarf, die Sendung zu misshandeln. Es ist allgemein bekannt, dass Michael Jackson „Do The Bartman“ geschrieben hat, aber wusstest du auch, dass Jazzy Jeff und The Fresh Prince einen Song für die Simpsons mit dem Namen „Deep, Deep Trouble“ komponiert haben?


50 Cents Spitzname in Queens ist Boo Boo

Bevor 50 Cent ein Vermögen damit machte, Wasser in verschieden Farbrichtungen zu verkaufen und furchtbar schlecht im Baseball zu sein, wurde er Boo Boo genannt. Woher wir das wissen? Weil der Track „Curtis 187“, in dem es um sein früheres Leben geht, folgende Zeilen enthält:

„In four-fifth they call me Boo Boo, the accident baby”
„Fuck with me, y'all niggas know Boo Boo get busy”

Fiddy änderte seinen Namen in eine Währung als eine „Metapher für Veränderung“. Der Name stammt ursprünglich von Kelvin Martin, einem Verbrecher, der in den 1980ern in Brooklyn sein Unwesen trieb und auch als „50 Cent“ bekannt war. 50 wählte den Namen, „weil er alles sagt, was ich damit ausdrücken möchte. Ich bin die gleiche Art von Person, die 50 Cent war. Ich sorge für mich selber, koste es, was es wolle.“


Action Bronson kann ein Rad schlagen


Tom Waits hat im Hintergrund eines Atmosphere-Songs gebeatboxt

Es gibt auch noch einen Song mit Tom Waits und Kool Keith, aber—wenn wir mal ehrlich sind—wird wohl Nichts seinen Auftritt im australischen Fernsehen toppen können: Tom taucht dort auf, nachdem er offensichtlich die letzten 2 Wochen durchgemacht hat, raucht in zehn Minuten mehr Kippen als Helmut Schmidt an einem ganzen Tag und ascht den Moderator voll.


Es existiert eine Reality-Show, in der weiße, nerdige Teenager für eine Woche an Ol’Dirty Bastard vom Wu-Tang Clan gekettet wurden

Falls du Zombieland gesehen hast, solltest du wissen, wer Rhett Reese und Paul Wernick sind—die beiden haben den Film produziert. Bevor sie allerdings abendfüllende Spielfilme mit dem Typen gemacht haben, der aussieht wie dieser Typ von Superbad, haben sie ihr Glück in der Welt des Reality-TV versucht. Sie produzierten eine Sendung, in der es darum ging, die Kandidaten für den Zeitraum von einer Woche an Prominente zu ketten. Für die ursprüngliche Präsentation des Showkonzepts hatten sie eine Person mit Handschellen an Mike Tyson gefesselt. Dies erschien vielen Menschen allerdings als zu kontrovers, also drehten sie eine neue Episode mit ODB vom Wu-Tang Clan. Sie suchten sich den weißesten Typen aus Queens und schickten ihn zum Übernachten in Ol’ Dirty Bastartds Schlafzimmer. Im Gegenzug besuchte ODB das Milchbrötchen in Queens und ging sogar mit der Familie des Kandidaten zum Bowling.

Leider wurde die Show nie ausgestrahlt, da Ol’ Dirty Bastard viel zu früh von uns gegangen ist.


Tupac lebt und war Nationaltorwart der Elfenbeinküste

Verschwörungstheoretiker aufgepasst!


Asher Roth hat Justin Bieber gebabysittet

Na gut, nicht ganz so, wie du das jetzt vielleicht vor Augen hast, aber auf gewisse Weise schon. So wie Kimya Dawson—die Moldy Peaches-Musiker Adam Green „babysittete“, indem sie ihn zu Shows mitnahm—hat auch Asher Roth Bieber unter seine Fittiche genommen. In einem Interview mit XXL Mag erzählte er, „Als ich in Atlanta gewohnt habe—ich war gerade erst nach Atlanta gezogen—ist Bieber ein Haus die Straße runter eingezogen. Er war damals so 12, 13 Jahre alt. Er ist öfter mal rübergekommen und wir haben miteinander abgehangen. Wir haben Rock Band gespielt und einfach gechillt. Bieber rappt auch auf „CANNON!!!“ [von dem 2008er Mixtape The Greenhouse Effect].“

Wo wir gerade schon bei Familien sind: Wisst ihr noch, dass Liam Gallaghers Tochter und Pete Dohertys Sohn Halbgeschwister sind? Der Tag, an dem die beiden zusammen eine Band gründen werden, wird der NME implodieren.


Die Antwoort haben zusammen ein Kind mit dem Namen Sixteen


Bowling For Soups „1985“ ist eine Coverversion

Damals, als der Extreme Sports-Kanal auf Sky noch Skatevideos anstelle von Stierkämpfen zeigte, gab es eine Band mit dem Namen SR-71. Ich weiß das, denn der Sender spielte fast täglich ein Musikvideo der Band—vielleicht hatten sie einfach nicht genug Skatevideos, um die Zeit rumzubekommen. Wie dem auch sei, es steht fest, dass SR-71 „1985“ geschrieben haben und ihr Song klingt exakt wie die Version von Bowling For Soup, allerdings heimsten Letztere den ganzen Ruhm dafür ein. Dasselbe gilt auch für Toploaders „Dancing in the Moonlight“ (einem Song aus den 70ern), „Twist and Shout“ von den Beatles und Madonnas „Ray of Light“ (das an einen Song mit dem Namen „Sepheryn“ angelehnt ist. Dieser wurde von Curtiss Maldoon in den 70ern geschrieben und erst Jahre nachdem der Song veröffentlicht worden war, fand Maldoon heraus, dass Madonna seinen Song gecovert hatte).


Riff Raff ist die coolste Sache auf Vine, die etwas mit Musik zu tun hat

Das und die tausenden Vines, die Chief Keef hochgeladen hat, in denen er Menschen mit Wasser vollspritzt.


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