Booba und Kaaris wurden für ihre Schlägerei im Pariser Flughafen verurteilt

Hätte einer der beiden Rapper nicht mitgeprügelt, hätte er womöglich sein Gesicht verloren. Sagen nicht wir, sondern das Gericht vor der Urteilsverkündung.

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Okt. 10 2018, 10:48am

Fotos: imago | Panoramic

Booba und Kaaris sind beide zu Haftstrafen von 18 Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Damit fällt die Strafe des Gericht noch höher aus als die von der Staatsanwaltschaft geforderten 12 Monate. Außerdem müssen die Rapper eine Geldstrafe von jeweils 50.000 Euro zahlen.

Ihr habt vergessen, was da nochmal vorgefallen war? Aufgepasst:

Zwei der bekanntesten Rapper Frankreichs haben Anfang August für einen der größten "Was zum Fuck denkt ihr euch eigentlich?"-Momente im Musik-Jahr 2018 gesorgt. Booba und Kaaris, ehemals gute Kumpels mit Meister-Padawan-Verhältnis hatten sich nach einem zufälligen Aufeinandertreffen im Pariser Flughafen Orly durch einen Duty-Free Shop geprügelt. Samt aller mitgebrachten Crew-Mitglieder.

Ein Schellengewitter zwischen zwei Familienvätern (Booba ist mittlerweile 41, Kaaris 34), die eigentlich nur denselben Flug nach Barcelona erwischen wollten, dann aber im Handumdrehen das ganze Terminal samt des dort stattfindenden Flugverkehrs lahm gelegt hatten – kannste dir echt nicht ausdenken.


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Beide Rapper wurden für die Massenkeilerei am selben Tag verhaftet und erst nach drei Wochen und einer Kaution von jeweils 30.000 Euro aus der Untersuchungshaft entlassen. Knast hieß es also erstmal, statt Sonnenschein auf Las Ramblas mit den Fréros. Nun, drei Monate später, ist das erste Urteil vor Gericht gefallen.

Was die Staatsanwaltschaft und das Gericht vor der Urteilsverkündung interessanterweise hervorhoben: Auf Grund der Öffentlichkeit, in der die verfeindeten Rapper aufeinander trafen, sei es schwer möglich gewesen, einer körperlichen Auseinandersetzung zu entgehen. Zu groß wäre die Gefahr eines Gesichtsverlust gewesen, wären in den sozialen Medien Videos oder Bilder aufgetaucht, die gezeigt hätten, wie einer der beiden eine Schlägerei hätte vermeiden wollen.

Ob allerdings ein 41 Jahre alter Musiker, der eigentlich nur noch in einer Villa am Mittelmeer mit den Kiddies abhängen könnte, auch nicht einfach hätte sagen können, "Jungs, ich bin echt zu alt für so 'ne Scheiße", fragen wir uns trotzdem. Oder was einem durch den Kopf geht, wenn man bemerkt, dass man gerade 80.000 Euro für einen Flug gezahlt hat, aber nie am Ziel ankam, weil man nichts Besseres zu tun hatte, als eine Parfümerie auseinanderzunehmen. Der hier entstandene Schaden wird von den Gerichten übrigens erst im Januar verhandelt. Bleibt also teuer, das Leben als französischer Superstar.

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