Drangsals Kurzfilm-Musikvideo mit Lars Eidinger ist purer NSFW-Content

In "Eine Geschichte/Und Du? Vol. II" hagelt's Strapsen, Brüste und Gewalt. Mehr Drangsal geht also nicht.

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Nov. 6 2018, 4:02pm

Dieser Artikel stammt von unseren Kollegen aus der Zürcher Redaktion.

Es gibt ein neues Musikvideo von Drangsal und glaubt uns, wenn wir sagen: Drangsaliger geht’s nicht. Denn Sänger Max Gruber zeigt sich darin von einer animalischen Seite und wirft sich im Kurzfilm zur Doppelsingle "Eine Geschichte/Und Du? Vol. II" in die Rolle des verletzlichen Krankenhaus-Patienten in Strapse und des BDSM-Jünglings. Ach ja, Lars Eidinger ist auch dabei. Er bringt den Herrn Gruber gleich zu Beginn um.

Dann schwenkt das Video in die zweite Single: Der Drangsal-Sänger klatscht einer unterwürfigen Frau auf den Hintern und wird wenig später selbst auf den Boden gepresst. Und lässt sie grob an seinem Haar zerren.

Worum es hier überhaupt geht? Eine Möglichkeit wäre, dass Eidinger den hilflosen Vater spielt, der die Entwicklung seines verzweifelten Sohnes bloß von Weitem aus beobachten kann. "Und du? Schaust mir hilflos zu", singt Drangsal nämlich. Also beschließt der Vater, seinen missratenen Sohn zu töten und gegen all die schlechten Einflüsse zu wettern. Normaler Move.

Die Nonne könnte die Religion verkörpern, die dem jungen Mann ebenfalls nicht helfen kann. Die neugierigen Nackten könnten für die sensationsgeile Gesellschaft stehen, die sich vor die Gitterstäbe presst und tatenlos die Szene beobachtet. Sie ist dabei, wenn’s spannend ist, lässt ihn aber wieder alleine, wenn er im Krankenhaus aufwacht.

Könnte alles so sein – oder ganz anders. Die Geschichte endet auf jeden Fall im Krankenhaus und der Kreis schließt sich ... Oder beginnt er da? Wem gibt Regisseur Max Wiedenhofer denn nun die Schuld, nur zugeschaut zu haben, ohne zu helfen?

Das Video lässt uns ohne Antworten, aber mit sehr vielen eingebrannten Bildern zurück. Denn so irre und quälend lang, wie beispielsweise Lars Eidinger mit dem Kissen zudrückt, haben wir schon lange keinen Mord mehr gesehen.

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