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Trailerpark live: „Ich will eure Lustlanzen spüren“

Wir waren beim Trailerpark-Konzert. Es überstieg unsere feuchtesten Träume.

Ich bin enttäuscht. Meilenweit kein Kotzbecher oder Pisshelm zu sehen. Machen Trailerpark jetzt einen auf korrekt, so kurz vor dem Durchbruch in den Mainstream? Und was manierlicheres als die Boybandverarsche mit der das Konzert beginnt, gibt es ja wohl auch nicht. Aber bitte, das sind Trailerpark und die werden ja wohl bei ihrem Recordrelease-Konzert zu ihrem Album Crackstreet Boys 2 noch was aus dem Hut zaubern. Den Leuten einheizen können sie eh, dafür ist ihr Drogen-Ausrast-Rap ja konzipiert. Dennoch ist das verwöhnte Trailerpark-Publikum mehr gewohnt.

Kurz zum Verständnis: Mit Publikum ist Würstchenparty gemeint—90 Prozent der Anwesenden sind Männer. Um die Frauenquote zu heben, lassen Alligatoah, DNP, Sudden und Timi Hendrix drei Nutten der Marke supereklig auf die Meute los. Im fast schon klassisch-prüden Krankenschwesteroutfit spritzen die Damen erst einmal Alkohol in die Menge. Als Kontrastprogramm kommen Tarek und Maxim von K.I.Z. auf die Bühne und rappen ihre Parts von dem gemeinsamen Track U-Bahnschläger. Derweil bedienen sich Marie-Lu, Konstanze und Deborah (Namen von der Redaktion geändert) im hinteren Teil der Bühne gegenseitig mit Baseballschlägern. Plötzlich verschwindet Konstanze von der Bühne und kommt kurze Zeit später als Teufel verkleidet wieder. In den Händen hält sie einen riesigen Penisflock, den sie auch einzusetzen weiß.

Als die erste Zugabe endet und man denkt, dass es nicht mehr krasser kommen kann, lässt DNP ein paar Fans auf die Bühne, damit die Herrinnen sich persönlich um die Trailerpark-Jünger kümmern können. Ich denke, die Bilder erklären sich von selbst.

Foto: Katrin IngwersenFoto: Katrin IngwersenFoto: Katrin IngwersenFoto: Katrin Ingwersen