Kein Promi-Bonus für 6ix9ine – Untersuchungshaft in hartem Gefängnis

6ix9ines Gangnähe könnte ihm jetzt zum Verhängnis werden und beunruhigt sogar die Staatsanwaltschaft.

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21 November 2018, 10:39am

Foto: imago | MediaPunch 

Nachdem Rapper 6ix9ine am Sonntag wegen organisierter Kriminalität in sechs Punkten verhaftet wurde, äußerte sich nun sein Anwalt Lance Lazzaro zu den Vorwürfen gegen seinen Klienten, dem eine lebenslängliche Haftstrafe drohen könnte. Das würde für den 22-Jährigen mindestens 25 Jahre – Medien wie Forbes berichten sogar von 32 Jahren – Haft bedeuten.

In einem Interview mit dem HipHop-Magazin XXL erklärte Lazzaro nun jedoch, er sei sich sicher, dass 6ix9ine unschuldig aus dem Verfahren hervorgehen werde. "Ich glaube, dass die Staatsanwaltschaft seine Anklage zu hoch bemessen hat. Ich bin zuversichtlich, dass die Anklage gegen Daniel Hernandez Tekashi 6ix9ine fallen gelassen wird, wenn die Fakten ans Licht kommen."

So behauptet Lazarro beispielsweise, dass der Rapper zum Zeitpunkt einer Schießerei am 16. Juli, bei der ein Unschuldiger verletzt worden war, nicht einmal in New York war.

6ix9ine bekommt keinen Promi-Bonus

Zurzeit sitzt 6ix9ines in Untersuchungshaft. Laut Aussagen seines Anwalts gegenüber dem Boulevard-Magazins TMZ wird er dabei nicht geschont.

So erfahre der Rapper aufgrund seines Prominentenstatus angeblich keine Sonderbehandlung und befinde sich im normalen Strafvollzug mit den anderen Häftlingen des Metropolitan Detention Center in Brooklyn. Ein Gefängnis, das für seine Brutalität und "gefährlichen, gewaltbereiten und fluchtgefährdeten" Insassen bekannt sein soll, wie TMZ das U.S. Justice Department zitiert.

Für 6ix9ine, der seine Sympathien zur New Yorker Gang Nine Trey Gangsta Bloods nie verbarg, dürfte ein Knastaufenthalt unter "normalen" Gangstern besonders kritisch sein. Besonders nach seinem Interview mit der Rap-Radioshow "Breakfast Club", in dem er seinen inneren Kreis beschuldigte, sich gegen ihn gewendet zu haben. Laut TMZ äußerte Staatsanwalt Michael Longyear Bedenken, 6ix9ine könne ein besonderes Ziel für Angriffe sein und eventuell sogar erschossen werden. Sein Anwalt äußert hingegen keine Bedenken.

Ob 6ix9ine weiterhin seine Untersuchungshaft im normalen Strafvollzug verbringen muss, wird bei der heutigen Kautionsverhandlung am Mittwoch entschieden werden.

Europa-Tour im Januar unwahrscheinlich

Währenddessen gibt es noch keine offiziellen Updates bezüglich seiner Europa-Tour im Januar. Zwar wurden einige der Facebook-Veranstaltungen abgesagt, andere sind jedoch nach wie vor aktiv. Es scheint zum jetzigen Zeitpunkt jedoch recht unwahrscheinlich, den Rapper in naher Zukunft auf irgendeiner Bühne sehen zu können. Wir werden euch diesbezüglich auf dem Laufenden halten.

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