Happy End in Bern? Tanzkarussell und der Brachenverein Warmbächli einigen sich auf "friedliche Lösung"

Der Berner Veranstalter hat seine Schadensersatzforderung in Höhe von 40.000 Franken zurückgezogen und sucht jetzt eine neue Location für das Sommerliebe Open Air.

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Juni 22 2017, 4:09pm

Foto: Facebook

Dass die Veranstalter des Sommerliebe Open Air (Tanzkarussell) dem Brachenverein Warmbächli mit einer Schadensersatzklage in Höhe von 40.000 Franken drohten, löste einen kleinen Shitstorm in der Nightlife-Szene der Hauptstadt aus. Nun rudern diese zurück. Tanzkarussell schreibt auf Facebook, dass sie sich bei einem Meeting ausgesprochen und eine "friedliche Lösung" gefunden hätten.



Auf Iniative von Marc Heeb, Leiter des Polizeiinspektorats Bern, trafen sich am Montag die Veranstalter von Tanzkarussell, der Vorsitzende des Brachenvereins und eine Angestellte von Immobilien Stadt Bern. "Es gab eine Aussprache, beide Parteien haben ihre Positionen dargelegt und wir haben eine Vereinbarung getroffen", bestätigt Brachenverein-Präsident Christian Walti auf Anfrage von Noisey. Die wichtigsten Punkte seien folgende:

  • Tanzkarussell verzichtet auf die Schadensersatzklage.
  • Das Sommerliebe Open Air findet nicht auf der Brache statt.
  • Der Brachenverein darf keine konkurrierende Veranstaltung zulassen.
  • Der Brachenverein hat kein Recht am Namen oder am Logo des Sommerliebe Open Air.

"Für uns ist das eine gute Lösung. Wir sind kein Veranstalter und daher tangieren uns die Auflagen nicht direkt. Natürlich würden wir aber Tanzveranstaltungsanfragen für dieses Datum ablehnen", fügt Walti an.

"Richtig wir hatten ein angenehmes Gespräch mit dem Verein und haben uns ausgesprochen und diese Punkte schriftlich festgehalten. Das Meeting wurde abgehalten, damit wir uns persönlich aussprechen konnten. Die Situation hat sich beidseitig geklärt und wir sind happy, dass wir uns wieder unseren Aktivitäten widmen können und den Besuchern ein super Open Air organisieren können. Wir haben vier Monate hart daran gearbeitet, um unseren Gästen (wegen der grossen Nachfrage und den vielen positiven Feedbacks) auch dieses Jahr diese Veranstaltung bieten zu können. Zudem sind wir Verträge mit Dritten eingegangen und wollten dem Verein mehr aufzeigen, was es für uns bedeutet, wenn eine Veranstaltung nicht wie geplant durchgeführt werden kann. Klar war es auch ein bisschen voreilig und nie angedacht, den Verein zu verklagen. Die Stadt (VEMA + Marc Heeb) steht nach wie vor hinter dem Projekt und unterstützt uns in der Locationsuche", sagt Tanzkarussell-Veranstalter Oliver Amonn gegenüber Noisey.


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