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Wissenschaftlich bewiesen: Musik verändert den Geschmack deines Biers

Ein Forscherteam aus den Bier-Nationen Belgien, Niederlande und Großbritannien hat eine interessante Entdeckung gemacht.

Was wir nicht sehen: Im Hintergrund läuft vielleicht ja gute Musik. Foto: David, Bergin, Emmett and Elliott (CC BY 2.0). Dieser Artikel ist zuerst auf THUMP US erschienen.

Hallo Montag. Hallo wöchentliche Studienrundschau. Heute im Angebot: Ein belgisch-niederländisch-britisches Forscherteam, an dem auch das Department of Experimental Psychology der Universität Oxford beteiligt war, hat herausgefunden, dass Bier tatsächlich besser schmeckt, wenn man es mit etwas Musik auf den Ohren genießt. Und nein, dafür fasste die Gruppe nicht einfach bloß die Ergebnisse eines durchzechten Wochenendes zusammen.

Laut ihrem bereits im Mai in der Wissenschaftspublikation Frontiers of Psychology veröffentlichten Bericht, war das der Studie zugrunde liegende Experiment wie folgt aufgebaut: Je drei Testgruppen bekamen das gleiche Bier vorgesetzt und dazu den Namen einer bekannten Band genannt. Die Getränke der ersten Gruppe waren namenlos, außerdem hörten sie keine Musik. Die Zweite bekam das Bier samt Markennamen, aber ebenfalls keine Musik, während es für die Dritte dann was auf die Ohren und das gelabelte Bier gab. Unter denen, die die Band kannten, schmeckte Letzteren das Bier mit Abstand am besten.

Da es sich bei besagter Band um die Möchtegern-U2 The Editors handelt, kann der nachgewiesene Effekt zudem nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die Studie hat darüber hinaus auch ein weitergehendes Anliegen: "Wir wollen beurteilen können, wie Klänge den wahrgenommenen Geschmack von Essen und Getränken, also Bitterkeit, Süße, Säure und Cremigkeit, beeinflussen", so der Forscher Reinoso Carvalho gegenüber der International Business Times. Außerdem prüfe man, ob mit Musik Konsumentscheidungen, etwa für gesünderes Essen (oder eben die Produkte des innovativeren Konzerns), gesteuert werden könnten.

Bleibt nur eine Frage: Kann Musik jemals so gut sein, dass selbst das überteuerte saure gasversetzte Zapfbier aus einem stumpfen Plastebecher, wie es millionenfach auf Festivals gereicht wird, einem schmeckt? We keep you posted!

Dieser Artikel ist zuerst bei THUMP erschienen.

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