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Veranstalter des Fyre Festivals bekennt sich schuldig und könnte eine saftige Haftstrafe kassieren

Der 26-Jährige hat zugegeben, durch Lügen 26 Millionen US-Dollar ergaunert zu haben. Von dem Geld bezahlte er unter anderem eine Yacht für Blink 182.

Noisey Staff

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Fotos: Ian Moran, wikipedia (CC BY-SA 3.0) | imago/ ZUMA Press

Vor fast genau einem Jahr sollte auf einer Insel in den Bahamas ein Luxus-Festival stattfinden. Als die Gäste eintrafen, fanden sie sich im Chaos wieder. Es fehlte an Lebensmitteln, Wasser, sicheren Unterkünften, Securitys und Strom. Schnell wurde klar, dass weder Acts auftreten würden, noch dass das Festival überhaupt stattfinden kann. Die Veranstalter, zu denen neben dem Jungunternehmer Billy McFarland auch Rapper Ja Rule gehört, hatten sich mit der Planung offensichtlich komplett verkalkuliert. Es folgten zivile Schadensersatz-Klagen, da die Organisatoren ihre Kunden betrogen haben sollen. Die New Yorker Staatsanwaltschaft verklagte McFarland schließlich auf Online- beziehungsweise Mail-Betrug. Im Juli 2017 wurde er schließlich verhaftet. Jetzt hat er sich vor Gericht schuldig bekannt.

McFarland hatte seinen Investoren demnach falsche Dokumente vorgelegt, um sie zur Investition zu überreden. Dem Richter erzählte der Unternehmer laut Bloomberg, er habe die Ressourcen "grob unterschätzt", die für ein Festival dieser Größe nötig gewesen wären. Insgesamt soll er 80 Investoren und einen Ticketmakler um insgesamt 26 Millionen US-Dollar betrogen haben. Da er sich in zwei Fällen des Betrugs bekannt hat, die allein schon jeweils maximal 20 Jahre Gefängnis bedeutet hätten, hat er einen recht guten Deal aushandeln können. Am 21. Juni wird er höchstwahrscheinlich zu acht bis zehn Jahre Gefängnis und einer Geldstrafe von 300.000 US-Dollar verurteilt. Die zivilen Schadensersatzklagen müssen trotzdem noch verhandelt werden.


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Zu den sogenannten "grob unterschätzten" Ressourcen könnte wohl auch eine 150.000 US-Dollar teure Yacht gehören, die McFarland für Blink 182 organisiert hatte. Leider sagten die Pop-Punker ihren Auftritt beim Festival nach den ersten Katastrophenmeldungen ab. Schade um die Yacht.

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Hier könnt ihr nochmal alle Details zum gescheiterten Luxus-Festival nachlesen:

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Dieser Artikel erschien ursprünglich auf Noisey DE.