Private "Super-Partys" sorgen in Großbritannien für einen neuen Ecstasy-Hype

Mittlerweile haben sogar die Behörden eine Taskforce gegen diese Events gegründet.

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28 April 2017, 12:19pm

Foto: tanjila ahmed / Flickr / CC By 2.0

Studentenpartys in überfüllten WGs oder Wohnheimen sind nichts Neues. Dass dort gelegentlich Drogen konsumiert werden, dürfte sicherlich auch kein Geheimnis sein. Wie die Times berichtet, sind unter jungen britischen Studenten seit einiger Zeit allerdings sogenannte "Super-Partys" verbreitet.

Die über Social Media beworbenen Events finden in Studentenwohnheimen statt, es legen DJs auf und es gibt sogar Türsteher. Oft zwängen sich hunderte Partywütige in die Häuser und die Studenten versuchen, sich gegenseitig mit ihren Partys zu übertreffen.

136 Partys in nur acht Monaten aufgelöst

Weit verbreitet ist auf diesen Partys jedoch auch der Konsum von MDMA – das in Pulver- wie Ecstasypillenform bekanntermaßen mittlerweile oftmals so stark dosiert ist, dass es mit den Hochzeiten der 90er-Raves nicht mehr viel zu tun hat.

"Drogen dieser Stärke bringen eine viertägige Phase des Runterkommens mit sich; diese jungen Menschen laufen leer durch die Gegend und sind nicht in der Lage zu funktionieren."

So berichtet die Drogenberatungsstelle Lifeline, dass sich zum ersten Mal überhaupt Studenten – oft aus privilegierten Familien – an sie wenden, die Probleme im Zusammenhang mit MDMA haben. Eine Sprecherin von Lifeline, Claire Dean, dazu gegenüber Times: "Drogen dieser Stärke bringen eine viertägige Phase des Runterkommens mit sich; diese jungen Menschen laufen leer durch die Gegend und sind nicht in der Lage zu funktionieren."

Im Nordosten Englands wurde jetzt auf diese besorgniserregende Entwicklung reagiert und eine behördenübergreifende Taskforce ins Leben gerufen. So hat die Stadtverwaltung von Newcastle in den letzten acht Monaten 136 dieser Partys aufgelöst, die von der sogenannten "Madchester"-Raveszene der späten 80er und frühen 90er inspiriert werden. Durch die Auflösung soll Schlimmeres verhindert und Überdosen durch das besonders starke MDMA/Ecstasy vorgebeugt werden.

Auch die Polizei und Rettungskräfte der Region sind involviert.

Dieser Artikel ist zuerst bei THUMP erschienen.

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