Wegwerfkamera

Zürich durch die Linse der Antilopen Gang

"Was euch erwartet? Langeweile, Essen und Sightseeing." Wir haben der Antilopen Gang eine Wegwerfkamera in die Hand gedrückt und sie zeigt ihre Touri-Seite.

Noisey Staff

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Alle Fotos von der Antilopen Gang

Was passiert wenn man der Antilopen Gang, die selbsternannte Armee der Aussenseiter und die Rebellen des deutschen Raps, eine Wegwerfkamera in die Hand drückt, damit sie ihren Aufenthalt in Zürich festhalten? Sie peilen natürlich gar nichts – dass aus den Fotos dieser Artikel werden soll, stellten sie erst fest, als alle Fotos schon geschossen waren. Nun besteht ihr Film aus romantischen Sightseeing-Bildern von Danger Dan und seinem Kumpel Clemens, Essen und dem unglamourösen Tourleben. Aber auch, wenn sie mit diesen Fotos nicht an die Hipsterness von Cage the Elephant, die zuletzt eine Wegwerkamera erhielten, herankommen, sind sie eben genau darum so schön und wecken in uns den Wunsch, auch mit der Antilopen Gang abzuhängen. Und wenn sie die Aufgabe richtig verstanden hätten, wären die Bilder wohl so abgefuckt, dass wir sie hier wohl nicht veröffentlichen könnten – also noch mal Glück gehabt.

"Mein Kumpel Clemens und ich haben hier so eine kleine Sightseeing-Tour gemacht und sind ein bisschen durch die Gegend gelaufen. Das Erste, was ich gesehen habe, waren Bullenkontrollen am helllichten Tag. Die haben im Park irgendwelche Leute auseinander genommen und mit Gummihandschuhen in die Taschen gefasst. Unser Kumpel, der da in der Nähe wohnt, meinte das passiere noch öfters. Dann habe ich Geschichten gehört, dass hier Menschen im Sommer mit einem Schwimmreifen den Fluss runtertreiben und sich besaufen. Ausserdem gäbe es einen Afterhour-Strand, an dem sich am Morgen alle verballerten Leute noch zum Techno hören treffen. Also das klingt eigentlich schon ein  bisschen nett. Ich glaube ich würde dann auch immer den Fluss runtertreiben und mich betrinken. Mir ist übrigens aufgefallen, dass Zürich so inkonsequent südlich ist. Sie versuchen auf mediteran zu machen, aber irgendwie klappt das nicht ganz. Es ist irgendwie alles so nichts Halbes und nichts Ganzes. Altbau, neben komischen 80er-Jahre-Klötzen. Da ist überhaupt kein architektonischer Faden drin", beschreibt Danger Dan Zürich aus seiner Profi-Touristen-Sicht. Kolja und Panik Panzer haben indes den Tag eher verchillt.


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