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Für die perfekte Dosis Melancholie: "Staat der Affen" von Vienna Rest in Peace

Wenn das Riesenrad brennt, weißt du, wer in Österreich das Sagen hat.

Wenn das Riesenrad brennt, weißt du, wer in Österreich das Sagen hat.

Samantha Tobisch

Passender hätte ein Lied mit dem Titel "Staat der Affen" nicht geboren werden können, als jetzt so Kurz (Achtung, Wortwitz) nach dem Wahlergebnis. Die "anonymen Melancholiker" – also Musiker und Musikerinnen des Trauerplatten-Labels – haben sich zusammengefunden, um als Vienna Rest in Peace unserer Hauptstadt den einzig ehrlichen Soundtrack zu verpassen.

Mit "Staat der Affen" entlocken sie wieder kindliche Faszination und liefern nebst sozialkritischer Lyrik ("...Affen hören nicht die Beatles und Gott sei Dank auch nicht die Stones, ihr Heulen ist der wahre Punk, Wien in Angst, das System wankt") und melodischer Gitarren-Begleitung, auch ein verspieltes Video. Nämlich mit einem Miniatur-Wien, das so entzückt, das einem die wahre Schwere des Tracks erstmals nicht so trifft.

Nur am Schluss wird es dann etwas schwierig, sich über gewisse Sachverhalte keine Gedanken mehr zu machen. Denn wenn das Mini-Riesenrad brennt und die Gitarre sich ihren elegischen Klängen widmet, dann holt auch dich diese Melancholie ein. Ist aber die Art der Melancholie, die sich doch noch irgendwie gut anfühlt – die, die uns Wiener immer schon glücklich gemacht hat.

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