Money Boy rastet auf seinem Konzert aus—Turndown in Wien

Money Boy hat mit Medikamenten Manfred und Hustensaft Jüngling Glasflaschen, ein Mikro und Becher in die Menge geschmissen. Ein Mädchen wurde angeblich verletzt.

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März 13 2016, 7:37am

Foto von Matthias Hombauer

Update: Money Boy hätte beim diesjährigen Nova Rock auftreten sollen. Jedoch haben die Veranstalter am Sonntag nun bekannt gegeben, dass Money Boy vom LineUp gestrichen wurde:

NOVA ROCK Festival nimmt Money Boy sofort vom Line Up - Keine Show am Nova Rock!Aufgrund der aktuellen Vorkommnisse in...

Posted by NOVA ROCK Festival on Sunday, 13 March 2016

Becher auf einen Künstler zu werfen, ist not nice. Es ist aber auch nicht nice, für 25 Euro eine Karte zu verkaufen, um 21:00 Uhr mit dem Einlass zu starten und kurz vor eins auf der Bühne aufzutauchen. Während im Backstage wohl eine Party abging, warteten mehrere Menschen (die bezahlt haben) über drei Stunden im WUK zur Musik von Money Boys Support-DJ, der bekanntlich eher schlecht als recht auflegt und an dem Abend auch sichtlich überfordert war.

Das fast vierstündige Warten hat wohl das Fußvolk verstimmt—nachdem Meisinger sichtlich berauscht um 00:45 Uhr den Weg auf die Bühne gefunden hat, haben ein paar Fans angefangen, Unmut zu äußern—und ihn mit Bechern beworfen. Money Boy ist nicht für Demut und Empathie berühmt geworden und so hat er mit Medikamenten Manfred und Hustensaft Jüngling einfach angefangen, das Publikum auch mit einem Mikro, Bechern und auch Glasflaschen zurück zu bewerfen.

Folgendes hat uns ein Besucher des gestrigen Konzertes erzählt: „Securitys holten teilweise Leute aus dem Publikum und schmissen sie raus, war strange, weil sie ständig im Publikum rumleuchteten und Becherwerfer suchten. Ich hab dann zu meinen Freunden gesagt, dass es das war und wir gehen können, weil die nicht mehr auf die Bühne kommen. Nach 15 Minuten oder so waren plötzlich wieder alle da und Hustensaft Jüngling war schon live (der hat sich von ihnen noch am meisten ausgekannt), Money Boy war nach wie vor fucked up. Becher flogen weiter, es wurde gebuht. Der Saal wurde immer leerer, Stimmung generell scheiße, hab sowas auf einem Konzert noch nie erlebt—der Saal war eigentlich geschlossen angepisst.“

In der Veranstaltung selbst sind viele unglückliche Pinnwandeinträge zu finden. Glasflaschen und ein Mikro in die Menge zu werfen, hat natürlich den Nachteil, dass sie wahrscheinlich jemanden treffen. So habe laut Facebook eine junge Frau eine Verletzung am Kopf erlitten und eine Anzeige erstattet. Dass Money Boys Konzerte manchmal daneben gehen und man viel Playback hört, ist nichts Neues. Aber zu spät und offensichtlich berauscht die Bühne zu betreten, zusammen mit Playback und einem schrecklichen DJ—Sebastian, du hast dich selbst übertroffen. Und das in deinem Hometown. Man darf nur hoffen, dass er sich besinnt und nicht weiter abhebt.

Fredi ist auch auf Twitter: @schla_wienerin

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