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So schmeißt du Partys in Wien—Ein Interview mit Veranstaltern

Ich habe die Prasselbande, Vihanna, Bebop Rodeo und Fairlight Club gefragt, wie sie eigentlich zum Veranstalten gekommen sind.

Antonia Matschnig

Foto von Autorin

Aufzulegen und/oder Partys zu veranstalten gehören zu den Dingen, die ziemlich viele Leute irgendwann mal machen wollen. Die meisten fangen allerdings nie damit an. Und die wenigsten schaffen es, sich wirklich zu einem Bestandteil der Wiener Szene zu entwickeln. Wie wird man eigentlich Veranstalter? Wie bei den meisten Dingen, gibt es da kein sicheres Erfolgsrezept. Es braucht ein bisschen Motivation, Gefühl und Geduld. Ich habe Veranstaltungskollektive gefragt, die aus eigener Erfahrung erzählen können. Der Großteil hat schon Partys erlebt, bei denen der Sound ausfällt, die Location kurzfristig absagt oder wurden von Bookern verarscht. Vielleicht könnt ihr ja aus ihren Fehlern lernen.

Fairlight Club

Foto von Autorin

Noisey: Wie seid ihr zum Veranstalten gekommen, was hat euch dazu motiviert?
Max: Ich hab vor dem Veranstalten recht viel aufgelegt und wurde irgendwann von einer Venue gefragt, ob ich nicht Lust hätte, etwas bei ihnen zu machen. Außerdem war das Angebot damals noch nicht so groß und ich wollte bestimme Acts gerne in Wien sehen.
Stefan: Ich bin damals extra für einen Futurecop!-Gig nach Graz gefahren und dachte mir während ihres Sets „Damn, wieso hol ich solche Acts nicht einfach selbst nach Wien?“. Ich hatte leider noch überhaupt keine Ahnung vom Veranstalten oder Connections in Wien. Max hatte Bock auf was Neues, ich auch und voilà!

Wann war eure erste Party und wie ist sie gelaufen?
Max: Die Canyoudigit-Partys mach ich schon etwas länger, aber unser erster Fairlight Club-Abend war vor etwa fünf Jahren im Badeschiff Laderaum, inklusive Leck, welches gegen Ende des Abends auch nicht mehr zu übersehen war—kurz: Es war eine riesen Lacke im Club.
Stefan: Außerdem war es irrsinnig heiß. Das Donau(kanal)-Wasser ist ja von Natur aus schon nicht besonders sauber, ergo hat es dann auch dementsprechend gestunken.

Wer war euer erster Act? Würdet ihr den/die immer noch buchen?
Beide: Futurecop!!! 80s für immer! On the real: Natürlich haben wir uns musikalisch weiterentwickelt. Die Beiden würden als Booking wohl eher nicht mehr in Frage kommen.

Was war bisher euer bester Abend, was euer schlechtester?
Max: Mein persönliches Highlight war wahrscheinlich der Abend mit Seven Davis Jr., der mit einer gemeinsamen Afterhour am Volksgarten-Pool geendet hat.
Stefan: Bei mir war es definitiv College! Sein in-Trance-versetzender Sound inklusive seiner eigenen Visuals war schon was ganz Besonderes. Für 60 Minuten kam ich mir vor wie in Tron. Eigentlich hätte College den Soundtrack dazu machen sollen, wäre garantiert besser geworden als der von Daft Punk. Hmm, schlechtester... ich glaub, wir hatten nie einen schlechtesten Abend.

Welche Anfängerfehler habt ihr gemacht, von denen ihr angehenden Veranstaltern abraten würdet?
Stefan: Am Anfang vergisst man oft was. Man sollte alle Dinge, seien es nur Kleinigkeiten, immer doppelt und dreifach abchecken.

Habt ihr einen ultimativen Tipp für Veranstalter in ihren Anfängen?
Max: Wenn es dir ums Geld geht, wird das nix!
Stefan: Scheiß auf Hypes!

Am 23.10. spielen LAUER und Wolfram beim Fairlight Club im Café Leopold.

Hausgemacht

Foto via hausgemacht

Noisey: Wie seid ihr zum Veranstalten gekommen, was hat euch dazu motiviert?
Hausgemacht:
Wir hatten schon immer Interesse am Organisieren. Fredi hat seit geraumer Zeit das Soziologiefest organisiert. Das ist dann so gut gelaufen, dass das Loft sie gefragt hat, ob sie nicht Lust hat weitere Partys zu schmeißen. Da es an guten Locals-Festen und Frauen im Veranstalter-Game gefehlt hat, hat sie ja gesagt und uns gefragt. So ist dann Hausgemacht entstanden.

Wann war eure erste Party und wie ist sie gelaufen?
Hausgemacht: Die war ziemlich genau vor einem Jahr. Es war ein Donnerstag im Oktober, wir erinnern uns noch genau. Sie ist eigentlich super gelaufen. Es waren an die 350 Gäste da, obwohl es ein Donnerstag war und obwohl wir ein Techno-Fest im Loft geschmissen haben. Und rückblickend betrachtet auch keine Ahnung hatten.

Wer war euer erster Act? Würdet ihr den/die immer noch buchen?
Hausgemacht: Wir sind ein Kollektiv, welches Locals unterstützt, die vielleicht noch nicht so groß sind. Aber Tetra Pak, NiNek und Fullip haben auch bei unserer Geburtstagsfeier letztes Wochenende gespielt und wir buchen sie immer wieder.

Was war bisher euer bester Abend, was euer schlechtester?
Hausgemacht: Zum Geburtstag haben wir jetzt ausnahmsweise am Wochenende veranstaltet. Das war ein ziemlich guter Abend, es hat alles geklappt. Die Sets waren super, die Stimmung war super und die Gästezahl hat unsere Vorstellungen mehr als übertroffen. Ein schlechter Abend ist so noch nie wirklich vorgekommen. Wir haben eigentlich zusammen immer familiären Spaß an der Sache. Einmal haben wir mit jemanden kooperiert, der uns leider komplett enttäuscht hat und sich nicht an die abgemachten Konditionen, Zeiten und Abmachungen gehalten hat. Das war sehr anstrengend und stressig.

Welche Anfängerfehler habt ihr gemacht, von denen ihr angehenden Veranstaltern abraten würdet?
Hausgemacht: Obwohl es uns wehtut, weil wir beides gleich lieben: Man spielt keinen Goa/Psy und Techno auf einem Floor. Und es ist egal wie viel Geld man für Backstage-Säfte ausgibt, es ist sowieso um Mitternacht alles leer und die DJs durstig. Lieber auf Getränkebons umsatteln, oder den Backstage bewachen lassen! Am Anfang ist es uns auch schwer gefallen, gemein oder bestimmend zu sein. Das können wir mittlerweile, je nach Situation, aber ganz gut.

Habt ihr einen ultimativen Tipp für Veranstalter in ihren Anfängen?
Hausgemacht: Einfach tun! Momentan ist es in Wien wichtig, sich mit etwas abzuheben. Wenn ihr eine gute Idee habt, dann einfach rein ins Getümmel. Eine unterstützende Umgebung ist natürlich wichtig, wir sehen uns mittlerweile als eine Art Familie. Die DJs helfen sich, uns und umgekehrt. Erfahrung kommt dann mit jeder Party. Und: Freundlichkeit und Direktheit gewinnt immer. So lange man verlässlich und transparent bleibt, werden die anderen immer wieder gerne Zusammenarbeiten. Und natürlich sollte Geld kein Haupt-Motivator sein, sondern eben gute Partys zu schmeißen.

Prasselbande

Foto: Maria Sol Urban Rabbe

­Wie seid ihr zum Veranstalten gekommen, was hat euch dazu motiviert?
Matija: Ins Veranstalten sind wir mehr oder weniger reingestolpert—so, wie wir uns auch eher zufällig kennengelernt haben. Den Spaß an der Clubkultur und der Musik sowie das Interesse, selber tätig zu werden, hatten wir gemein und obwohl nicht geplant, war schnell klar, dass es bis zur ersten eigenen Veranstaltung nicht lange dauern wird.

­Wann war eure erste Party und wie ist sie gelaufen?
Jakob: Unsere erste Party fand vor mittlerweile knapp sieben Jahren in einem australischen Pub im 6. Bezirk statt. Wir hatten kein Budget, also fragten wir einfach ein paar Freunde ob sie mit uns spielen wollen, erstellten das Event und luden Freunde ein. Dass gleich knapp 500 Leute gekommen sind hat uns überrascht. Von da an wussten wir, solche Veranstaltungen fehlen noch in Wien.
Matija: Wir hatten nicht nur kein Budget sondern auch noch nicht viel Erfahrung. Die Veranstaltung haben wir für 21 Uhr angesetzt und so kam es, dass wir fast drei Stunden alleine mit dem Kellner verbracht haben, welcher dachte, bald nachhause gehen zu können. Einige Stunden später war die Location so überfüllt, dass schon die Nachbarn anfingen Kübel Wasser auf die Straße zu schütten. Somit wurde die Prasselbande offiziell aus der Taufe gehoben.

­Wer war euer erster Act? Würdet ihr den/die immer noch buchen?
Dominik: Bei der ersten Party hatten wir Edgar Retro und Simon Riegler von Tingel Tangel gebucht. Wir waren selbst oft auf deren Veranstaltungen und hatten dort immer Spaß. Mittlerweile lebt Edgar in Berlin und Simon spielt weiterhin immer wieder bei unseren Partys.
Markus: Als wir dann im Café Leopold mit unserer monatlichen Veranstaltung Bande À Part starteten, wollten wir auch internationale Acts, die uns gefielen und die noch nicht in Wien gespielt haben, zu uns holen; musikalisch gesehen war das damals zumeist discoider Tech­House. Unsere Geschmäcker haben sich aber mit der Zeit ziemlich verändert, deshalb würden wir die internationalen DJs von damals wahrscheinlich nicht mehr buchen. Vor allem auch deshalb, weil wir bei Bande À Part jedes Mal einen neuen Headliner ins Café Leopold holen.

­Was war bisher euer bester Abend, was euer schlechtester?
Markus: Es wird schwierig diese Frage so zu beantworten, dass die Antwort der Meinung aller vier von uns entspricht. Einer meiner schönsten Abende war die Party mit Leon Vynehall, der das Leopold komplett zerlegt hat. Mein schlimmster Abend war die Party mit Lakuti im Juni 2014: Leider hatte es an dem Abend über 35° und es waren kaum Leute im Leopold, obwohl die Musik meiner Meinung nach großartig war. Hinzu kam, dass sie mit ihrem eigenen Rotarymixer spielte und trotz Soundchecks hatten wir so grobe Soundprobleme, dass sie verständlicherweise aufhören wollte, bevor ich sie überzeugen konnte auf dem Pioneermixer weiter aufzulegen. Im Endeffekt hat es dann zumindest musikalisch gepasst, aber ich war nervlich am Ende und habe mich vor den Partygästen versteckt, um ihnen nicht die Laune zu verderben.
Jakob: Ich finde, bester und schlechtester Abend ist relativ, da wir an allen Abenden dazulernen und uns stetig verbessern; immer wieder etwas anders machen, Neues ausprobieren und einfach immer Erfahrung sammeln. Für mich waren alle Abende gut und vorallem swaggy.
Dominik: Ich hab immer wieder schlechte Abende, besonders dann, wenn der Rest der Prasselbande betrunken ist und ich noch nüchtern. Oder wenn ich meine Kamera irgendwo im Laufe des Abends verliere. Naja, zum Glück finde ich sie dann meistens am Ende wieder. Am besondersten fand ich dabei die ersten Partys, denn zu der Zeit war vieles neu. Im Laufe der Zeit wird vieles zur Routine und man erlebt dadurch die Partys anders schön.
Matija: Mein Highlight war wahrscheinlich unsere Prasselbande­-Party im Werk, das damals noch in der Neulerchenfelder Straße war. Es war völlig verrückt, die Stimmung der Leute war unglaublich, jeder hatte Spaß. Abende wie dieser sind der Grund, warum mir das Veranstalten immer noch Spaß macht.

­Welche Anfängerfehler habt ihr gemacht, von denen ihr angehenden​ Veranstaltern abraten würdet?
Jakob: Die Getränkebons sollten nie ausgehen!
Markus: Den schlimmsten Fehler, den man machen kann, ist „play it safe“. Es gibt nichts Gschisseneres, als gefühlte vier mal im Jahr DJ „Zucchini“ auf einem Lineup zu sehen.
Matija: Zu Beginn ist fast alles neu und alles ein bisschen Chaos, was nicht notwendigerweise schlecht ist. Wir wollten ja was Neues machen und so muss man seinen eigenen Weg erst finden. Was wir gesehen haben ist, dass Wien sehr dankbar dafür ist, wenn man Neues wagt.
Dominik: Wenn man sich in einen Club einmietet und einen Abend veranstalten möchte, ist es besonders wichtig, die Konditionen im Vorraus zu klären und keine Punkte offen zu lassen, sodass es im Nachhinein keinen Spielraum für Fehlinterpretationen gibt.

Habt ihr einen ultimativen Tipp für Veranstalter in ihren Anfängen?
Matija: Ich glaub das wichtigste ist, Spaß und einen persönlichen Bezug zur Veranstaltung und zur Musik zu haben. Das zu machen, was dir auch selbst gefällt.
Markus: Nicht engstirnig sein, offen für neue Musik sein und nicht nur auf sich selbst, sondern auch auch auf andere Verantaltungen im Umfeld schauen. Es gibt sehr viele engagierte Leute, denen die Musik zumeist sehr am Herzen liegt.
Jakob: Sich einfach trauen, selbst wenn die ersten Partys nicht so laufen sollten, wie man es sich erhofft: Nicht aufgeben und weiter machen.
Dominik: Just do it.

Am 5.11. ist die Viennale Closing Party mit Bande À Part in der Alten Post.

Vihanna

Wie seid ihr zum Veranstalten gekommen, was hat euch dazu motiviert?
Vihanna: Die Hauptmotivation war eigentlich, in einem Clubrahmen mit unseren Freunden die Musik zu hören, die uns selbst am meisten getaugt hat. Da gab’s damals noch ein Unterangebot. Die Future Bass-Sache war noch nicht so groß wie jetzt. Hier waren The Loud Minority—von deren Partys wir große Fans waren und man kannte sich—die Pioniere und Anführer in Wien gewesen. Aber die fingen eben damals an, seltener was zu machen. Außerdem gab es bis dahin so gut wie niemanden, der sich getraut hat, progressive elektronische Undergroundmusik mit gutem Pop und R'n'B zu mischen. Letzteres haben wir vor allem im Rahmen der Rhinoplasty-Partys gefeiert. Überhaupt gab es auch wenig nette Partys, auf denen es aktuellen, tanzbaren HipHop gespielt hat. Vorwiegend nur entweder die auf der 90er-Boombap-Schiene picken gebliebenen, oder Partys im Volksgarten, welche nicht so unser Ding waren. Sprich, wir haben da eine Nische nicht entdeckt, sondern selbst empfunden und wollten die einfach füllen. Turntables hatten wir alle schon länger zuhause stehen und hatten eben auch Bock mal auf großen Anlagen aufzulegen, der Rest war dann easy.

Wann war eure erste Party und wie ist sie gelaufen?
Vihanna #1 war am 19.1.2013 und wär um ein Haar eh gar nicht passiert. Wir hatten das Ding recht lang geplant und es ist ein kleiner Hype um die Party entstanden, der uns ziemlich überrascht hat. Ursprünglich wollten wir es im damaligen Xpedit-Keller machen. Drei Tage vor der Party haben die uns dann aber plötzlich gesagt, dass das Magistrat ihnen ab sofort jegliche Partys dort untersagt. Also Ersatzlocation suchen, OK, easy. Ich muss aber dazu sagen, ich war dann extrem positiv überrascht über die Hilfsbereitschaft der Wiener Veranstalterszene—viel Liebe. Viele haben sich ungefragt gemeldet und Hilfe angeboten, jemand hat uns dann an das Dots21 verwiesen, dort hat es dann doch stattfinden können. Ist auch trotz Locationwechsel viel besser gelaufen, als wir es uns erwartet haben. Die Musik ist uns, glaub ich, zumindest einmal ausgefallen, aber Stimmung und alles war super.

Wer war euer erster Act? Würdet ihr den/die immer noch buchen?
Unser erster Act, den wir nur als Vihanna eingeladen haben, war Cid Rim, den wir allerdings schon gekannt haben, weil die Wiener Szene ja nicht so groß ist. Cid Rim ist immer super. International gesehen war unser erster Act Sinjin Hawke. Den würden wir jederzeit wieder buchen, nicht nur weil er ein fantastischer DJ und Musiker ist, sondern auch ein sehr netter Kerl. Kommt eh bald wieder nach Wien, hab ich gesehen.

Was war bisher euer bester Abend, was euer schlechtester?
Es gab eigentlich nie einen Abend, an dem wir unzufrieden waren mit der Party an sich—gefeiert haben wir immer gut. Von den Zahlen her waren wahrscheinlich die meisten Leute bei Neana im Camera Club. Die wenigsten kamen in den Club Dual als Inkke da war, der hat aber ziemlich großartig aufgelegt und obwohl es da klein und intim war, war die Stimmung sehr geil bei seinem Set. Aber musikalisch waren die Highlights wohl der erwähnte Sinjin Hawke, da war das positive Feedback sehr groß von Leuten die dort waren. Und letztens erst Murlo, im Aux Gazelles. Schon länger nicht so ein gutes Set gehört. Aber die geilste Stimmung, samt mitsingender Crowd am bis zur letzten Minute vollgesteckten Dancefloor, war glaub ich noch immer das allererste Vihanna. Da war für uns auch alles noch ganz neu – goosebumps.

Welche Anfängerfehler habt ihr gemacht, von denen ihr angehenden Veranstaltern abraten würdet?
Unser Rat: Besorgt euch solides Equipment und nehmt euch Zeit für das Setup. Es gibt keine größere Stressquelle als schlecht funktionierendes oder kaputtes Equipment. Und versucht am besten, so selten wie möglich ein Setup an einem Abend umstecken zu müssen.

Habt ihr einen ultimativen Tipp für Veranstalter in ihren Anfängen?
Versucht nicht, auf irgendeinen Hype aufzusteigen, nur um ein euch unvertrautes Publikum zu bedienen. Das merkt man schnell und das macht ja dann auch keinen Spaß—sagen wir jetzt nicht aus Erfahrung, aber man beobachtet das manchmal. Macht nur das, wo euer Herz auch wirklich dabei ist. Ansonsten: Net anscheißen und einfach loslegen. Das Schlimmste was passieren kann ist, dass man ein bisschen Geld verliert. Und ja, Support vom Freundeskreis kann nicht schaden.

Bebop Rodeo

Wie seid ihr zum Veranstalten gekommen, was hat euch dazu motiviert?
Bebop Rodeo: Wir hatten ja vorher schon in anderen Konstellationen Partys veranstaltet. Für Bebop Rodeo war die Motivation dann relativ spezielle House-Partys zu machen, so wie wir sie uns vorstellen. Wenn ich an meine allerallerersten Partys denke, dann fällt mir auf, dass ich zu den Zeiten in Wien beim Ausgehen kaum die Musik hören konnte, die ich mochte.

Wann war eure erste Party und wie ist sie gelaufen?
Bebop Rodeo: Die war im Frühling 2011 und ist recht lustig verlaufen. Wir haben uns damals eine relativ kleine Location im 7. Bezirk ausgesucht und nur mal unsere engsten Freunde eingeladen und sonst einfach mal gewartet wie sichs rumspricht. Das geht natürlich auch leichter wenn man schon eine Weile dabei ist.

Wer war euer erster Act? Würdet ihr den/die immer noch buchen?
Christian: Unser erster Act war dann Bleed von der De:bug. Den würde ich jederzeit wieder buchen!

Was war bisher euer bester Abend, was euer schlechtester?
Christian: Unser bester Abend war wohl Moodymann oder Theo Parrish in der Grellen Forelle, mein persönlicher Favourite aber die Smallville/Dial Night, die wir in der Pratersauna hatten. Da war sehr viel Herzblut drinnen. Der schlechteste dann Peanut Butter Wolf, auch in der Grellen Forelle—Donnerstag, HipHop statt House—das hat dann wohl viele eher abgeschreckt als angezogen.

Welche Anfängerfehler habt ihr gemacht, von denen ihr angehenden Veranstaltern abraten würdet?
Christian: Ich glaub das Übliche: Zu hohe Gagen bezahlt, die Bekanntheit von Acts überschätzt, auf schlechte Deals mit Clubbetreibern eingegangen…

Habt ihr einen ultimativen Tipp für Veranstalter in ihren Anfängen?
Bebop Rodeo: Nicht hudeln!

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