Wir haben eine Doku über Brenk Sinatra für dich

Der Beatbastler Brenk Sinatra war in LA. Jemand hat ihn mit der Kamera begleitet. Wir haben die Doku für euch.

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16 Juli 2014, 1:00pm

Alle Fotos: Alexander Gotter

Brenk Sinatra hat einiges vor. Gerade ist zum Beispiel der Signature Brenk/Gentle Giant Hoodie von LRG erschienen. Zusammen mit einem Gratis Mixtape, das einen Überblick über Brenks Diskografie und zusätzlich 11 unveröffentlichte Instrumentals und zwei exklusive Rap Features (Waldo The Funk, MC Eiht) enthält. Beides gibt's auf Inflammable.com.

Und dann war Brenk auch noch in LA, wo er Westcoast-Veteranen wie B-Real, MC Eiht und Estevan Oriol getroffen hat. Dabei ist eine knapp 20-minütige Doku entstanden, die wir euch hier präsentieren. Und weil Ende Juli ja auch noch „Chop Chop 2" kommt, haben wir Brenk zuhause in Kaisermühlen besucht, mit ihm erst Apfelsaft und dann Bier getrunken und geredet.

Noisey: Wie hast du die LRG-Geschichte in LA empfunden?

Brenk: Hat mich natürlich gefreut. Ich war mit 18 schon LRG Fan und hab jetzt meinen eigenen Hoodie, der zum Release vom Mixtape mit neuen Beats raus kommt. Das find ich ziemlich grossartig. Andererseits bemerke ich solche Sachen auch nicht so sehr, weil ich selten darüber reflektiere und mir nie denke: „Wow, ich habe jetzt das und das erreicht", sondern bin immer unzufrieden und will mehr. Man muss immer weiter machen und sich nicht auf seine Lorbeeren ausruhen. Wenn man das macht, ist es vorbei. Während ich schlafe, macht Oh No fünf Beats und ein anderer Producer zehn. Es fiel mir vor allem auch in LA auf. Dort schlafen die Leute nicht, die machen nicht zwei Beats in einer Woche, sondern sechs am Tag.

Im Video gehts ja vor allem um deinen Trip. War es dein erstes mal in LA?

Ja, es war mein erstes mal in Los Angeles. Eigentlich war es mein erstes mal in Amerika. Der Trip war aber mehr Business.Es ging mehr um das connecten mit Leuten, als dass ich jetzt Strandurlaub mache.

Ich nehme mal an, dass du viele Orte endlich gesehen hast, die du schon jahrelang kennst, aber nie gesehen hast bzw. zum ersten mal siehst. Was war das für ein Gefühl?

Es war schon interessant, ja. Es wirkte alles sehr familiär. Ich kannte die ganzen Orte irgendwo her, zumeist aus Rapvideos, die ich damals von YO! MTV Raps aufgenommen hatte. Und irgendwann stehst du dann dort. Es war teilweise schon gespenstisch, weil mir jede zweite Ecke bekannt vor kam. Mich hat ja Rapmusik eigentlich erzogen, vor allem mein Englisch, was dann immer zu Problemen mit meiner Englisch Lehrerin geführt hat, die immer auf das Britische Englisch bestand.

War LA das, was du dir erwartet hast?

Die Stadt selbst schon. Es ist aber sehr anstrengend, dass man nirgends zu Fuß gehen kann. Beim Business und Kontakte knüpfen ticken die Uhren dort einfach anders. Es wurde alles immer nach hinten verschoben, weil alle erst am letzten Drücker konnten, oder wegen den Reisezeiten von bis zu 2 Stunden das Ganze immer lange planen mussten. Du bist dann irgendwohin zwi Stunden gefahren, hast vier Beats vorgespielt und einen Tee getrunken—und dann war es schon dunkel und du bist heim. Deswegen ging die ersten zwei Wochen nicht viel. Die ganzen Interviews, die Sendung mit B-Real etc passierte alles in der letzten letzte. Das nächste Mal werde ich definitiv einen Monat oder mehr anreißen.

Was wär sonst für dich in den Staaten interessant?

Ich hab schon viel mit Preemo gesprochen wegen New York. Er könnte mich dort auch mit vielen Verknüpfen, weil er kennt ja echt jeden. Aber dummerweise ist ein Flug nach New York halt keine Autofahrt nach Ungarn, und deswegen passiert derweil alles noch per Skype.

Wie schaut es heuer mit weiteren Projekten aus?

„Chop Shop 2" steht fix an. Ausserdem wird es endlich was mit dem Eiht Album. Diesmal ist es ernst. Ich habe schon Papiere und alles bekommen, wegen den Beats und der Production credits. WC von Westside Connection, B-Real, Outlawz und viele mehr sind als Features dabei. Heuer kommt auch das neue Betty Ford Boys Album, BFB2 raus. Und Gumbo 3 steht auch in Planung für 2015.

Das hier ist ein Auszug aus einem sehr, sehr langen Nachmittag in Kaisermühlen, bei dem wir mit Brenk und—for some reasons—Cid Rim geredet, getrunken, produziert und gerangelt haben. Den Rest gibt es nächste Woche an dieser Stelle zu lesen.

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