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NOISEY 067: PAINS OF BEING PURE AT HEART

Fecha: 2011-05-03 | Sala: Paradise Rock Club | Lugar: Boston, USA

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Pains of Being Pure at Heart

Sollte Indie-Rock eines Tages mal soweit kanonisiert sein, dass er in die Curricula der Konservatorien Einzug hält, werden The Pains of Being Pure at Heart ganz sicher als eine der exemplarischen Bands zu den Hauptstudienobjekten gehören. Der Grund: Das nach der Kindergeschichte eines Freundes von Frontmann Kip Berman benannte Quintett aus New York verkörpert auf nahezu perfekte Weise den neoklassischen Flügel des Genres. Während Best Coast den 60ern verbunden sind und Free Energy an den 70ern hängen, konzentrieren sich The Pains of Being Pure at Heart ganz auf die späten 80er bzw. frühen 90er und beeindrucken mit in Liebeskummer getränkten Songs und einem charmanten Retro-Vibe.

Die fünf New Yorker produzieren einen verträumten, in Noise gehüllten Sound, der am ehesten an die Veröffentlichungen von Boutique Labels wie Slumberland Records erinnert. Dabei ist es relativ gleichgültig, ob die Hörerschaft bereits während der Blütezeit des Indie-Pop das Erwachsenenalter erreicht hat oder nicht – die frühen Aufnahmen der Band vermitteln jedermann ein Gefühl der Nostalgie. In dem 2009er Stück „Young Adult Friction“ zum Beispiel – in dem Berman zusammen mit der Keyboarderin Peggy Wang in einem Boy-Girl-Duett eine zum Scheitern verurteilte Liebe beweint, die sich „between the stacks in the library“, also zwischen den Bibliotheksregalen abspielt – wird postpubertärer Herzschmerz bemerkenswert lebendig und nachvollziehbar dargestellt. Es ist also nur recht und billig, dass das Debütalbum der Band auf Slumberland veröffentlicht wurde. In gewisser Weise stellt diese Verbindung das Happy End eines Indie-Rock-Märchens dar.

Während viele Vorbilder der Band nicht über das 7“-Stadium hinauskamen, haben The Pains of Being Pure at Heart seit ihrem ersten Auftritt – auf dem 24. Geburtstag ihrer Keyboarderin im Jahr 2007 – beständig daran gearbeitet, von einem breiteren popkulturell interessierten Publikum wahrgenommen zu werden. Mit ihrem Zweitlingswerk Belong vollzog die Band nicht nur den Sprung von Last Call with Carson Daly zur Late Show with David Letterman und tauschte das South by Soutwest gegen das Coachella ein, sondern konnte auch nach zahlreichen selbstproduzierten Aufnahmen mit dem Superproduzenten Flood zusammenarbeiten, der schon für zahlreiche Alternative-Rock-Größen wie Nine Inch Nails, Smashing Pumpkins und U2 hinter den Reglern saß. An der kantigen und zugleich herrlich schwermütig geratenen Single-Auskopplung „Heart in Your Heartbreak“ lässt sich allerdings klar erkennen, dass The Pains of Being Pure at Heart keine Eile dabei haben, ihre DIY-Wurzeln hinter sich zu lassen. Vielmehr sieht es ganz danach aus, als wenn diese Band bis in alle Ewigkeit in der Lage sein wird, die Erinnerungen an das Indie-Rock-Mixtape heraufzubeschwören, das dein Schwarm in der 10. Klasse nur für dich gebastelt hat.

Información

Ciudad Natal

Boston, MA

Miembros

Kip Berman, Peggy Wang, Alex Naidus, Kurt Feldman, Christoph Hochheim

Sello

Collective Sounds, Slumberland, PIAS, Fortuna Pop

Sitio de Internet

http://www.thepainsofbeingpureatheart.com/

Twitter

http://twitter.com/#!/ThePainsofBeing

Facebook

http://www.facebook.com/ThePainsofBeingPureatHeart?sk=info

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