Pusha T
Terrence „Pusha T“ Thornton ist zwar noch nicht jedem ein Begriff, aber er ist zweifelsohne einer der Rapper mit den besten Connections auf diesem Planeten. Die erste Allianz des MC aus Virginia Beach war auch gleichzeitig die naheliegendste: Zusammen mit seinem Bruder Gene (besser bekannt als Malice) gründete er 1992 Clipse. Ein Jahr später taten sich die beiden mit einem gewissen Pharrell Williams (die bessere Hälfte des Produzenten-Duos The Neptunes und seinerzeit bereits auf dem Weg zum Quincy Jones des Hip-Hop) zusammen. Beide Seiten profitierten von der Koalition: Thornton lieferte dreiste und uneinsichtige Rapsalven über den Kokainhandel samt der dazugehörigen Auswüchse, die von Williams mit einer fieberhaft funkigen Produktion unterlegt wurden. Das Ergebnis: Eine Handvoll brillanter Tracks, die sowohl in den Clubs als auch bei den Kritikern einschlugen.
Um Clipse ist es in letzter Zeit etwas ruhiger geworden, die Kollabo-Liste von Pusha T wächst allerdings immer weiter. In dem Kanye West-Song „Runaway“ – das Highlight auf dem 2010er Hammeralbum My Beautiful Dark Twisted Fantasy – gibt Pusha T eine Kostprobe seines kalten Zynismus: „You should leave if you can't accept the basics / Plenty hos in the baller-nigga matrix.“
Nach knapp zwei Jahrzehnten im Musikbusiness und unzähligen Kollaborationen war es an der Zeit, dass sich Pusha T auch mal wieder selbst die Ehre gibt. Für seine zweite Solo-Veröffentlichung Fear of God II: Let Us Pray, bei der auch Kanye mit von der Partie war, konnte er den abgedrehten Odd Future-Frontmann und Clipse-Überfan Tyler, the Creator für einen Gastauftritt gewinnen. Sein bisher stärkster Song, die gospelige Singleauskopplung „My God“ vom selben Album, zeigt aber eins ganz deutlich: Terrence Thornton ist nicht auf Gaststars angewiesen. Der Rapper ist nicht nur ein As im Networking, sondern trumpft auch als Alleinunterhalter am Mikro auf.
Künstlerinfos
Heimatstadt
Virginia Beach, Virginia
Mitglieder
Pusha T
Label
GOOD, Def Jam
Website
http://pusha-t.com/
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