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NOISEY 132: TURBOWOLF

Datum: 2011-11-22 | Veranstaltungsort: The Garage | Ort: London, UK

Turbowolf

Temperamentvolle Bühnenshows, knackige Oldschool-Riffs, inbrünstige Entschlossenheit und pantomimische Bühneneskapaden im Stile längst vergessener Metal-Bands der 80er – mehr braucht das britische Vierergespann nicht, um der Rock-Szene auf der Insel frischen Wind einzuhauchen. Turbowolf sind wütend und laut, und sie legen eine Arbeitsmoral an den Tag, die schon vielen anderen Bands vor ihnen den Weg aus dem beschaulichen Kleinstadtleben geebnet hat. Dank der mitreißenden Shows und der zahlreichen Tourneen und Support-Auftritte für große Bands – unter anderem heizten sie 2010 das Publikum für Korn während ihrer Europa-Stadiontour an und begeisterten auf dem diesjährigen Sonisphere und dem SXSW – können die vier Jungs aus Bristol bereits auf eine treue Anhängerschaft verweisen.

Zu Beginn ihrer Karriere schlug die Band allerdings noch traditionellere Rock-Töne an. „Wir hatten zwar eine Menge Spaß“, erklärt Gitarrist Andy G, „aber irgendwann merkten wir, dass wir Mötorhead nie das Wasser reichen würden.“ Im Zuge dieser Erkenntnis stellten die Jungs dann auch fest, dass ihre Einflüsse weit über die Grenzen des Rocks hinausgingen. Also schnappten sie sich kurzerhand ein gebrauchtes Keyboard und katapultierten ihren Sound damit in neue Dimensionen.

„Wir verspüren ständig diesen Drang, etwas Neues, Aufregendes und Heftiges zu machen“, verkündet der gleichsam drahtige wie haarige Frontmann Chris G, und ihren Sound vergleicht er mit „tausend Bestien, die unsere Seelen aufreißen, um den Inhalt zu durchwühlen.“ Auch hinsichtlich der Einflüsse der Band lässt er keine Fragen offen: „Ich bin ein riesiger White Zombie-Fan. 1995 sah ich sie zum ersten Mal live. Das war das erste große Konzert, das mich wirklich vom Hocker riss und in mir den Wunsch aufkommen ließ, auch so etwas zu machen.“

Lustige Persiflagen auf vergangene Tage sind ein fester Bestandteil ihres Images, egal ob es sich dabei um das im VHS-Stil gedrehte Video zu „A Rose For The Crows“ oder um die Seventies-Popelbremse inklusive Glam-Haarpracht von Sänger Chris handelt. Musikalisch betrachtet sind die vier Engländer einen Tick düsterer als ihre Hard-Rock-Zeitgenossen (Bands wie Pulled Away by Horses aus Leeds oder die Glasgower Dananananaykroyd etwa), und ihre krachenden Shows werden von zahlreichen sportlichen Einlagen begleitet. Die Fangemeinde von Turbowolf wird immer größer, und auf einem typischen Konzert der Band sind vom alternden Metalhead bis zum exzentrischen Indie-Jünger die verschiedensten Generationen und Szenen vertreten. Ihr lang erwartetes Debütalbum kam schließlich im November dieses Jahres heraus, sodass die Anhänger nun auch zwischen den Live-Auftritten der Band nicht mehr auf ihre unentbehrliche Dosis Turbowolf verzichten müssen.

Künstlerinfos

Heimatstadt

Bristol, UK

Mitglieder

Chris Georgiadis, Andy Ghosh, Joe Baker, Blake Davies

Label

Hassle Records

Website

http://www.turbowolf.bigcartel.com/

Twitter

https://twitter.com/#!/Turbowolfband

Facebook

http://www.facebook.com/turbowolf

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