Super Wild Horses
Melbournes Super Wild Horses setzten sich aus Amy Franz und Hayley McKee zusammen, zwei alten Freundinnen aus Westaustralien, die sich dem trashigen Garage-Pop verschrieben haben. Die Songs folgen dabei einem simplen Punkrock-Rezept: Man nehme ein paar Schlagzeugtakte zu Beginn, füge einige lose Riffs hinzu, und schmecke das Ganze mit einer zuckersüßen Harmonie ab. Nach zwei Minuten ist der Song fertig, und man geht zum nächsten über. Diese Formel mag zwar uralt sein, aber Super Wild Horses schaffen es immer wieder, tonnenweise frische Ideen auf den Tisch zu zaubern. Die beiden Australierinnen flirten dabei mit den mittachtziger Teen-Träumen von Beat Happening und verbinden die görenhaften Girl-Punk-Attacken von The Slits mit den dicken Riffs der Breeders. All diese Einflüsse vermischt das Duo ohne viel Schnickschnack und huldigt dazu noch dem klassischen Sound amerikanischer Girl-Group-Acts.
Der Hörer könnte geneigt sein, die beiden mit aktuellen, von Frauen angeführten Garage-Popstern à la Grass Widow, Best Coast oder Vivian Girls in einen Topf zu werfen. Tatsächlich klingen Super Wild Horses aber aggressiver und auch lockerer. Trotz ihres derben und primitiven Stils gibt die Band ihren Songs genügend Raum zum Atmen. Diese Kombination aus Freiräumen und brachialem Vorwärtsdrang bildet allerdings nur einen Teil ihrer Anziehungskraft. Was das Duo wirklich ausmacht, ist das blinde Verständnis zwei langjähriger Freundinnen. Sogar ihr Debüt-Album haben sie nach dem Alter benannt, in dem sie sich getroffen haben – Fifteen. Auch auf der Bühne, wo die Instrumente liebevoll hin- und hergetauscht werden, ist diese Intuition zu spüren. Was dabei herauskommt ist maroder Punkrock, der nicht besser klingen könnte.
Künstlerinfos
Heimatstadt
Perth, Australia
Mitglieder
Amy Franz, Hayley McKee
Label
Aarght Records
Website
http://aarghtrecords.com/index.php?option=com_content&view=article&id=14&Itemid=12
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