Fotos
Hört sofort auf euch wegen der GQ-Fotos von Lana del Rey anzuscheißen
Noisey
By Jo Fuertes-Knight
Hier sind ein paar der Bilder aus Lana Del Reys kontrovers diskutierten GQ-Shooting—ein paar Arschlöcher haben sich furchtbar darüber aufgeregt und meinten sogar, dass LDR ihre Glaubwürdigkeit mit diesen Fotos riskieren würde. GQ ist ebenfalls in der Schusslinie, weil die Redaktion beschlossen hat, sie nackt abzulichten, während im restlichen Heft nur Typen im Smoking zu sehen waren (viel interessanter ist doch der Fakt, dass Robbie Williams von der GQ überhaupt noch als relevant angesehen wird...). Der zweite Anlass für die ganze Wut ist das Bild, auf dem ein gesichtsloser Mann ihre Titte und ihre Kehle mit seinen Händen umschließt.
Ok, ich rege mich hier schon wieder auf, aber bin ich etwa ein vollkommen abgestumpftes menschliches Wesen, nur weil ich mich durch die Bilder zu nicht mehr als ein Schulterzucken hinreißen lasse? Mich hat viel mehr ein kleines, feines Zitat aus dem GQ-Artikel zum Lachen gebracht:
„Klar gab es ein paar Menschen, aber die erste Liebe in meinem Leben war der Alkohol.“
Oh, LMAO Del Rey. Ich kann mich einfach schwer diesem Hype um sie und diese Bilder anschließen, wenn alles, was sie tut, so wirkt als entspräche es einem genauestens durchdachten Masterplan mit dem sie ihr Image als fragiles, gequältes und psychisch labiles Bambi ausbauen will. Genauso habe ich es überhaupt nicht nachvollziehen können, als sich Millionen arrogante Blogger über ihre Vergangenheit als Lizzy Grant mit blonder Mähne und Colgate-Lächeln aufgeregt haben als wäre es werweisswas für eine Verschwörung.
Meine Fresse, sie hat es also schon einmal in diesem Business versucht, sich nicht durchgesetzt also hat sie mit Unterstützung von den richtigen Leuten entschieden, dass sie ein neues Image benötigt. Ganz sicher ist das noch nie, NIEMALS vorher geschehen und kein Künstler hat jemals eine Kontroverse bewusst ausgelöst, um sein Image anzuheizen. Aber mal ehrlich, ein Fotoshooting soll ihre „Glaubwürdigkeit“ infrage stellen? Ich dachte immer, dass beschissene Musik und beschissene Konzerte eine viel größere Gefahr für die Glaubwürdigkeit von Musikern seien.
Also, wie lautet der Urteilsspruch? Sie ist ein schreckliches Vorbild und ein ekelhaftes Monster, die den Feminismus bombardiert, weil sie diese Fotos hat machen lassen? Darf ein Männermagazin, dessen Zielgruppe größtenteils aus Heteromännern besteht, den Mut haben, eine geschmackssicher fotografierte nackte Frau auf dem Cover zu veröffentlichen?
Schaut euch die Bilder an und entscheidet selbst!
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